Name: Masdevallia cinnamomea Rchb.f.
Synonyme: Alaticaulia cinnamomea (Rchb.f.) Luer
Etymologie: Der Gattungsname Masdevallia ehrt José Masdeval, einen spanischen Arzt und Botaniker. Das lateinische Artepitheton cinnamomea bedeutet „zimtfarben“ und bezieht sich auf die warme bräunlich-zimtfarbene Blütenfärbung.
Erstbeschreibung: Heinrich Gustav Reichenbach veröffentlichte Masdevallia cinnamomea 1855 in „Bonplandia“.
Herkunft/Verbreitung: Peru, insbesondere aus dem nördlichen Andenraum.
Standort/Lebensraum: Die Art wächst epiphytisch in feuchten tropischen Bergwäldern in hohen Lagen, unter anderem um etwa 2.400–2.500 m. Sie bevorzugt kühle Temperaturen, gefiltertes Licht, hohe Luftfeuchtigkeit und sehr gute Luftbewegung. Für die Kultur empfehlen wir ungefähr 9–20 °C am Tag und 6–14 °C in der Nacht. Längere Wärmeperioden sollten möglichst vermieden werden.
Beschreibung und Anmerkungen: Masdevallia cinnamomea ist eine klein bleibende, kühl wachsende Art ohne Pseudobulben. Kurze, kräftige Ramicaulen tragen jeweils ein aufrechtes, ledriges, schmal elliptisches Blatt. Die aufrechten Blütenstände können mehrere Blüten gleichzeitig tragen; charakteristisch sind die warmen gelblichen bis zimtbraunen Farbtöne. Wir halten das feine Wurzelsystem ganzjährig gleichmäßig leicht feucht und gießen möglichst mit weichem Wasser. Ein feines, luftiges und leicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat eignet sich gut. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 70–90 % ist günstig, muss jedoch mit kontinuierlicher Luftbewegung kombiniert werden.