Name: Lepanthes Jmcalsa (Lepanthes saltatrix × Lepanthes calodictyon f. xanthina)
Etymologie: Jmcalsa = zusammengesetztes Kunstwort zu Ehren des Registrators Jean-Marc Pallandre.
Vermehrung: Aus Samen (In-vitro);
Erstbeschreibung: Diese primäre Hybrid-Kreuzung wurde 2010 von Jean-Marc Pallandre bei der Royal Horticultural Society (RHS) registriert.
Herkunft / Verbreitung: Gartenhybrid (beide Elternarten stammen ursprünglich aus den feuchten Tiefland- bis Vorgebirgs-Nebelwäldern Ecuadors).
Standort / Habitat: Kulturbedingt epiphytisch. Die Elternarten wachsen in schattigen, permanent feuchten und luftfeuchten Zonen des Unterholzes in tieferen bis mittleren Höhenlagen (ca. 400 bis 1.000 Meter). Sie benötigt im Gegensatz zu vielen Hochland-Vertretern der Gattung ein warmes bis intermediäres Mikroklima.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes Jmcalsa ist eine spektakuläre, extrem dekorative Miniatur-Hybridorchidee. Sie kombiniert die herausragenden Blatteigenschaften beider Elternteile: Die Blätter sind herzförmig-rundlich (cordat), filigran gewellt und zeigen eine markante, netzartige Aderung (Reticulation) auf einer bullösen, plastischen Blattoberfläche. Durch den Einfluss der gelben Farbform calodictyon f. xanthina tendiert die Blatt- und Blütenfärbung zu helleren, gelblich-grünen Nuancen, gepaart mit den bizarren, intensiv gefärbten, flach auf der Blattoberfläche liegenden Blüten.
Aufgrund ihrer Herkunft aus wärmeren, dauerfeuchten Waldregionen ist diese Hybride im Vergleich zu reinen Hochland-Lepanthes robuster in Zimmer- und Vitrinenkultur, verträgt jedoch absolut keine kühlen Bedingungen. Ihre kompakte Statur und der Anspruch an eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 %) machen sie zu einer perfekten Pflanze für Terrarien, Paludarien und Regenwaldvitrinen. Sie wird idealerweise im Schatten aufgebunden auf Kork mit einer dünnen, stets leicht feuchten Moosbasis (z. B. Sphagnum) gepflegt, wobei eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation essenziell ist.