Name: Lepanthes ribes xanthina Luer
Etymologie: ribes = Johannisbeere (bezieht sich auf das beerenartige Aussehen der reifen Fruchtkapseln oder Blütenstrukturen); xanthina = gelb / gelblich — bezieht sich auf die namensgebende, gelbe Färbung dieser Unterart.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: Die Stammart wurde 1976 von Carlyle A. Luer in Selbyana (3: 14)
Herkunft / Verbreitung: Ecuador.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten montanen Nebel- und Wolkenwäldern der Anden in Höhenlagen von ca. 1.200 bis 1.800 Metern. Sie besiedelt dort schattige, permanent feuchte Plätze auf moosbewachsenen Zweigen und Stämmen im intermediären Mikroklima.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes ribes subsp. xanthina ist eine faszinierende Kleinst-Miniaturorchidee mit aufrechten, dünnen Trieben, die von den typischen trichterförmigen, lepanthiformen Scheiden umhüllt sind. Das einzelne, ledrige Blatt ist eiförmig-elliptisch. Der feine, sukzessive blühende Blütenstand entwickelt sich meist flach auf der Rückseite des Blattes. Im Gegensatz zur rötlich-purpurnen Typus-Art zeichnet sich diese Unterart (subspecies) durch ihre namensgebenden, leuchtend gelben bis gelb-orangen Blüten aus, die unter der Lupe eine wunderschöne, filigrane Struktur aufweisen.
In der Kultur benötigt diese Rarität intermediäre Bedingungen und verträgt keine extremen Sommerhitzen. Da sie keine Pseudobulben besitzt, muss das Substrat ganzjährig gleichmäßig feucht gehalten werden. Aufgrund ihrer winzigen Statur und des hohen Feuchtigkeitsbedürfnisses eignet sie sich perfekt für die dauerhafte Pflege in Terrarien und Vitrinen. Am besten gedeiht sie aufgebunden auf Kork mit einer Unterlage aus lebendem Sphagnum-Moos bei einer kontinuierlichen, sanften Luftbewegung.