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Elaphoglossum lanceolatum

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Dieses Bild dient nur als Beispiel. Die tatsächliche Pflanze kann in Form und Farbe vom Bild abweichen. Pflanzen werden ohne Blüten versandt.

Beschreibung

Elaphoglossum lanceolatum

Name: Elaphoglossum lanceolatum (L.) Keyserl.
Etymologie:
Der Gattungsname Elaphoglossum setzt sich aus den griechischen Wörtern elaphos („Hirsch“) und glossa („Zunge“) zusammen und beschreibt die für viele Arten typischen einfachen, zungenförmigen Wedel. Das Artepitheton lanceolatumstammt vom lateinischen lanceolatus ab und bedeutet „lanzettförmig“, was auf die schmale, spitz zulaufende Form der Blattspreiten verweist.
Synonyme:

  • Pteris lanceolata L. (1753) – Basionym
  • Taenitis lanceolata (L.) Kaulf. (1824)
  • Pteropsis lanceolata (L.) Desv. (1827)
  • Paltonium lanceolatum (L.) C.Presl (1836)
  • Drymoglossum lanceolatum (L.) J.Sm. (1841)
  • Dicranoglossum lanceolatum (L.) Fée (1852)
  • Cheilogramme lanceolata (L.) Underw. (1906)
  • Oetosis lanceolata (L.) Kuntze (1891)

Vermehrung:
Die natürliche Vermehrung erfolgt über Sporen, die auf speziell ausgebildeten fertilen Wedeln gebildet werden. In Kultur kann die Art zusätzlich durch vorsichtige Teilung älterer Rhizome vermehrt werden, sofern mehrere vitale Wachstumspunkte vorhanden sind.
Erstbeschreibung:
Das Basionym Pteris lanceolata wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum veröffentlicht. Heinrich von Keyserling überführte die Art 1873 in die Gattung Elaphoglossum und publizierte die heute bekannte Kombination Elaphoglossum lanceolatum (L.) Keyserl. Nach aktueller taxonomischer Auffassung wird dieser Name von mehreren botanischen Datenbanken als Synonym von Pleopeltis marginata geführt.
Herkunft / Verbreitung:
Die Art stammt aus dem tropischen Amerika und ist von Südmexiko über Mittelamerika und die Karibik bis in den nördlichen Bereich Südamerikas verbreitet. Sie kommt vor allem in dauerhaft feuchten Waldgebieten vor und besiedelt sowohl Tieflandregenwälder als auch montane Nebelwälder.
Standort / Habitat:
Elaphoglossum lanceolatum wächst überwiegend epiphytisch auf bemoosten Baumstämmen und starken Ästen, seltener lithophytisch auf dauerhaft feuchten Felsen. Das natürliche Habitat ist durch hohe Luftfeuchtigkeit, regelmäßige Niederschläge, gute Luftzirkulation und gefiltertes Licht unter dem geschlossenen Blätterdach tropischer Wälder geprägt.
Beschreibung & Anmerkungen:
Elaphoglossum lanceolatum ist ein außergewöhnlicher tropischer Farn mit kriechendem Rhizom und einfachen, ungeteilten Wedeln, die sich deutlich von den fein gefiederten Blättern der meisten Farnarten unterscheiden. Die schmalen, lanzettlichen Blattspreiten besitzen eine feste, ledrige Textur und erscheinen je nach Herkunft und Lichtverhältnissen in einem satten Grün mit leicht glänzender Oberfläche. Bei gut eingewachsenen Pflanzen entsteht durch die dicht aufeinanderfolgenden Wedel ein kompakter, eleganter Wuchs, der die Art besonders attraktiv für Farnsammlungen macht.

In Kultur bevorzugt die Art Bedingungen, die ihrem natürlichen Lebensraum möglichst nahekommen. Ein dauerhaft feuchtes, aber sehr luftiges Umfeld unterstützt eine gesunde Entwicklung der empfindlichen Wurzeln. Besonders gut eignet sich die Kultur auf Korkrinde, Baumfarnplatten oder in einem lockeren epiphytischen Substrat mit hohem Anteil an Sphagnum und grober Rinde. Helles, indirektes Licht, Temperaturen zwischen 20 und 28 °C sowie eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 % fördern ein kontinuierliches Wachstum. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Wuchsform und der gelegentlich auftretenden dezenten metallischen Schimmerung der Wedel zählt Elaphoglossum lanceolatum zu den begehrten Arten unter Liebhabern tropischer Farne.