Name: Dendrobium pseudoglomeratum T.M.Reeve & J.J.Wood
Etymologie: pseudoglomeratum = falsch-glomeratum / dem Dendrobium glomeratum ähnlich. Zusammengesetzt aus dem griechischen pseudo- (falsch, täuschend) und dem Artnamen glomeratum (von lateinisch glomeratus = geknäult/dicht zusammengeballt), was auf die nahe Verwandtschaft und visuelle Ähnlichkeit zu Dendrobium glomeratum anspielt.
Vermehrung: In-vitro-Gewebekultur (Samen); steril im Nährmedium kultiviert. Regelfall: 4 Sämlinge pro Flasche (Orchipack).
Erstbeschreibung: 1982 durch T.M. Reeve und Jeffrey J. Wood.
Herkunft / Verbreitung: Endemisch auf der Insel Neuguinea (Papua-Neuguinea und Westpapua).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten Tiefland-Sumpfwäldern sowie in montanen Regen- und Nebelwäldern in Höhenlagen von Meeresspiegel bis etwa 1800 (teilweise 2000) Metern. Nach dem Ausflaschen bevorzugen die Jungpflanzen temperierte bis warm-temperierte Bedingungen, einen hellen, aber schattigen bis halbschattigen Standort (keine direkte pralle Sonne), eine hohe Luftfeuchtigkeit von 75–85 % sowie eine stetige, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Dendrobium pseudoglomeratum gehört zur Sektion Pedilonum und ist für seine überaus spektakulären, dicht besetzten Blütenstände bekannt. Die leuchtenden Blüten weisen einen faszinierenden Farbkontrast auf: Ihre Sepalen und Petalen erstrahlen in einem intensiven Pink- bis Magenta-Ton, während die röhrenförmige Lippe in einem auffälligen, leuchtenden Orange hervorsticht. Die Blüten erscheinen meist in büschelartigen Trauben an den reifen oder bereits entblätterten Pseudobulben. Aufgrund ihrer Wuchsfreude und der außergewöhnlichen Farbbrillanz gilt die Art als ein Juwel für Liebhaber ostasiatischer Orchideenarten und eignet sich perfekt für die Weiterkultur im Terrarium, in der Vitrine oder im Gewächshaus.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos (vorzugsweise in einem geschlossenen Terrarium) pikiert.