Name: Lepanthes tracheia Rchb.f.
Synonyme: Lepanthes caucana Schltr.
Etymologie: Der Name tracheia stammt aus dem Griechischen und bedeutet „rau“ oder „uneben“, in Bezug auf die Struktur der Blüte.
Vermehrung: Aus Samen
Erstbeschreibung: 1886 von Heinrich Gustav Reichenbach beschrieben.
Herkunft / Verbreitung: Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru.
Standort / Habitat:
Epiphytisch in sehr feuchten Nebel- und Bergwäldern der Anden in Höhenlagen von etwa 1.000 bis 2.000 m über dem Meeresspiegel. Die Art wächst unter konstant hoher Luftfeuchtigkeit, mit guter Luftbewegung und gefiltertem Licht. Das Klima ist überwiegend intermediär bis kühl, ohne ausgeprägte Trockenperiode.
Beschreibung & Anmerkungen:
Kleine bis mittelgroße, horstig wachsende Art mit schlanken Ramicaulen, die von mehreren lepanthiformen Scheiden umgeben sind. Jeder Trieb trägt ein einzelnes, festes, elliptisches Blatt. Die kurzen Infloreszenzen erscheinen hinter oder über dem Blatt und produzieren nacheinander mehrere sehr kleine, komplex aufgebaute Blüten, typisch für die Gattung.
Für eine erfolgreiche Kultur sind hohe Luftfeuchtigkeit, konstante Feuchte ohne Staunässe und sehr gute Luftzirkulation entscheidend. Am besten eignet sich die Aufbindung auf Rinde mit Moosauflage oder ein sehr feines, luftdurchlässiges Substrat. Längere Trockenphasen sollten vermieden werden.