Name: Stenorrhynchos speciosum (Jacq.) Rich.
Synonyme: Neottia speciosa Jacq.; Spiranthes speciosa (Jacq.) A.Rich.; Mesadenella speciosa (Jacq.) Pabst & Garay.
Etymologie: Stenorrhynchos leitet sich von den griechischen Wörtern stenos (schmal) und rhynchos (Schnabel) ab, was sich auf die Form der Säule bezieht. speciosum bedeutet „prächtig“ oder „ansehnlich“.
Vermehrung: Aus Samen
Erstbeschreibung: Ursprünglich 1789 von Nikolaus Joseph von Jacquin als Neottia speciosa beschrieben; 1817 von Louis Claude Richard in die Gattung Stenorrhynchos überführt.
Herkunft / Verbreitung:
Weit verbreitet in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik (u. a. Mexiko, Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Venezuela, Peru und Brasilien).
Standort / Habitat:
Überwiegend terrestrisch oder lithophytisch (auf Felsen) wachsend. Man findet sie in feuchten Tropenwäldern sowie in saisonal trockenen Bergwäldern in Höhenlagen von Meereshöhe bis ca. 3000 m. Sie bevorzugt schattige Plätze auf dem Waldboden in humosem Substrat.
Beschreibung & Anmerkungen:
Stenorrhynchos speciosum ist eine auffällige, robuste Orchidee, die vor allem durch ihre attraktive Rosette aus breit-lanzettlichen, oft silbrig gefleckten Blättern besticht. Der aufrechte Blütenstand ist mit leuchtend roten bis scharlachroten Hochblättern besetzt, die die röhrenförmigen, behaarten Blüten schützen. Die Blüten selbst sind meist rot oder rosa mit einer weißen Lippe.
In Kultur benötigt die Art einen halbschattigen Standort ohne direkte Mittagssonne. Da sie keine ausgeprägten Pseudobulben besitzt, sollte das Substrat (eine lockere Mischung aus Rinde, Laubmull und Perlit) gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei Staunässe zwingend zu vermeiden ist. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und temperierte bis warme Bedingungen fördern ein kräftiges Wachstum. Nach der Blüte zieht die Pflanze oft leicht ein, weshalb die Wassergaben in dieser Phase reduziert werden sollten.