Name: Lepanthes ribes Luer
Synonyme:
Etymologie: ribes = Johannisbeere — bezieht sich auf die Anordnung oder das Erscheinungsbild der Blütenstände, die an die Fruchtstände der Gattung Ribes erinnern können.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1976 von Carlyle August Luer in „Selenbyana“.
Herkunft / Verbreitung: Ecuador.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in kühlen bis kalten Nebelwäldern in Höhenlagen von ca. 2400 bis 3000 m. Sie bevorzugt extrem schattige, moosreiche und ständig feuchte Mikroklimate.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes ribes ist eine grazile Miniatur-Orchidee mit aufrechten, dünnen Ramicauls, die von eng anliegenden, lepanthiformen Scheiden umhüllt sind. Die Blätter sind eiförmig bis breit-elliptisch und von fester Textur. Die Blütenstände sind fadenförmig und tragen nacheinander mehrere kleine, filigrane Blüten. Die Sepalen sind meist transparent-gelblich mit rötlichen Adern, während die Petalen und die winzige Lippe oft eine intensivere, dunklere Färbung aufweisen.
In der Kultur ist diese Art als anspruchsvoll einzustufen, da sie sehr kühle Temperaturen und eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 %) benötigt. Sie sollte niemals vollständig austrocknen, da sie keine Pseudobulben zur Wasserspeicherung besitzt. Eine Kultur aufgebunden auf Baumfarn oder in feinem Sphagnum-Moos an einem schattigen Platz mit guter Luftbewegung ist ideal. Die Verwendung von kalkfreiem Wasser (Regen- oder Osmosewasser) ist für diese empfindliche Hochlandspezies essenziell.