Synonyme: Vanda pusilla Teijsm. & Binn.; Trichoglottis cochlearis Rchb.f.
Etymologie: pusilla (lat.) = winzig/sehr klein — ein direkter Hinweis auf die zierliche, kompakte Wuchsform dieser Art.
Vermehrung: Aus Samen (in vitro).
Erstbeschreibung: 1853 durch Johannes Elias Teijsmann & Simon Binnendijk als Vanda pusilla; 1856 von Heinrich Gustav Reichenbach korrekt in die Gattung Trichoglottis eingeordnet.
Herkunft / Verbreitung: Indonesien (Java und Sumatra).
Standort / Habitat: Epiphytisch in feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von 1.000 bis 2.000 Metern. Sie bevorzugt schattige Plätze an bemoosten Ästen mit stetiger Luftbewegung und sehr hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Trichoglottis pusilla ist eine faszinierende Miniatur-Orchidee, die monopodial wächst und oft dichte, kleine Matten bildet. Die Blätter sind zweizeilig angeordnet, ledrig und tiefgrün. Die Blüten sind im Verhältnis zur Pflanzengröße spektakulär: Sie sind cremeweiß bis hellgelb und mit markanten, purpurbraunen Querstreifen gezeichnet. Die Lippe ist fleischig und weist die für die Gattung typische feine Behaarung auf.
In der Kultur sollte diese Art am besten aufgebunden (z.B. auf Kork oder Farnwurzel) gepflegt werden, damit die Wurzeln nach dem Gießen schnell abtrocknen können. Sie benötigt einen temperierten Standort, eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 % und sollte niemals über längere Zeit völlig austrocknen. Ein idealer Pflegling für Vitrinen oder kleine Orchideenterrarien.