Name: Myrmecophila brysiana f. alba
Synonyme: Schomburgkia brysiana Lem.
Vermehrung: Aus Samen, vegetative Teilung.
Erstbeschreibung: Erstbeschreibung der Stammart erfolgte 1851 durch Charles Antoine Lemaire als Schomburgkia brysiana; 1979 von George C. Kennedy in die Gattung Myrmecophila überführt.
Herkunft / Verbreitung: Südost-Mexiko bis Zentralamerika (u. a. Belize, Guatemala, Honduras).
Standort / Habitat: Epiphytisch in heißen, tief gelegenen Küsten- und Tieflandwäldern, häufig in Mangroven, Savannen oder auf Bäumen nahe Gewässern unter starker, teils direkter Sonneneinstrahlung.
Beschreibung & Anmerkungen: Myrmecophila brysiana f. alba ist eine selten vorkommende Farbvariante (Forma) der neotropischen Epiphytenart Myrmecophila brysiana. Typisch für die Gattung sind die großen, zylindrischen und innen hohlen Pseudobulben, die in ihrer natürlichen Umgebung häufig von Ameisen besiedelt werden, welche in Symbiose mit der Pflanze leben. An der Spitze der Pseudobulben befinden sich sehr steife, ledrige Blätter.
Während die Stammart gelbliche bis orange-braune Blüten besitzt, zeichnet sich die Forma alba durch Blüten aus, denen die dunklen Pigmente weitgehend fehlen, wodurch sie in einem reinen bis cremigen Weiß erscheinen. Die Blüten weisen gewellte Sepalen und Petalen auf. Der Blütenstand ragt oft weit über das Laub hinaus und bringt mehrere Blüten nacheinander hervor.
In der Kultur benötigt die Pflanze sehr viel Licht und verträgt viel Sonne. Sie bevorzugt ein warmes Klima mit Temperaturen zwischen 20 und 26 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 60–75 % sowie eine gute Luftzirkulation. Aufgrund ihres Wuchsverhaltens eignet sich Myrmecophila brysiana f. alba hervorragend für die Kultur aufgebunden auf Holz oder in Lattenkörben. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben schnell und vollständig abtrocknen können.