Name: Encyclia vitellina (Lindl.) Dressler
Synonyme: Epidendrum vitellinum Lindl.; Prosthechea vitellina (Lindl.) W.E.Higgins; Pseudencyclia vitellina (Lindl.) V.P.Castro & Chiron
Etymologie: vitellina = dottergelb / eigelb — bezieht sich auf die leuchtende, orange-rote bis dottergelbe Färbung der Blütenblätter.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung:1831 von John Lindley als Epidendrum vitellinum beschrieben; 1961 von Robert Louis Dressler in die Gattung Encycliaüberführt.
Herkunft / Verbreitung: Mexiko, Guatemala und Honduras.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten Kiefern-Eichenwäldern und montanen Nebelwäldern der höheren Lagen, typischerweise in Höhenbereichen von ca. 1.400 bis über 2.600 Metern. Sie gedeiht an hellen, aber vor direkter Mittagssonne geschützten Standorten bei ganzjährig kühlen bis temperierten Bedingungen und ausgeprägter Nachtabsenkung.
Beschreibung & Anmerkungen: Encyclia vitellina ist eine mittelgroße, äußerst attraktive Orchidee mit eiförmigen, bläulich-grünen (glauken) Pseudobulben, die meist zwei bis drei länglich-lanzenförmige, starre Blätter tragen. Der aufrechte, manchmal verzweigte Blütenstand entspringt der Spitze der reifen Pseudobulbe und trägt bis zu 12 (selten mehr) wachsartige, extrem langlebige Blüten. Die Blüten bestechen durch ihr feuriges Orange-Rot, von dem sich die kleine, schmale, leuchtend gelbe Lippe kontrastreich abhebt.
In der Kultur benötigt diese ausgeprägte Hochland-Art zwingend kühle Bedingungen und reagiert sehr empfindlich auf anhaltende Sommerhitze über 25 °C ohne nächtliche Abkühlung. Das Substrat (z. B. mittelfeine Rinde mit guter Drainage) muss während des aktiven Wachstums im Sommer gleichmäßig feucht gehalten werden. Im Winter verlangt die Pflanze eine deutlich kühlere, hellere Phase mit reduzierten Wassergaben, bei der die Pseudobulben jedoch nicht vollständig einschrumpfen sollten. Eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit und exzellente Luftzirkulation sind Pflicht.