Name: Philodendron fibrosum Sodiro ex Croat
Etymologie: Der Gattungsname Philodendron setzt sich aus den griechischen Wörtern phílos („liebend“) und déndron („Baum“) zusammen und verweist auf den kletternden Wuchs vieler Arten an Bäumen. Das Artepitheton fibrosum bedeutet „faserig“ und nimmt auf die faserig zerfallenden, lange erhalten bleibenden Cataphylle Bezug.
Erstbeschreibung: 2010 von Thomas B. Croat in Aroideana, Band 33, gültig veröffentlicht; der Artname war zuvor bereits von Luis Sodiro verwendet worden.
Herkunft/Verbreitung: Die Art ist vom südlichen Kolumbien bis in das zentrale Ecuador verbreitet.
Standort/Lebensraum: Philodendron fibrosum wächst kletternd, häufig epiphytisch und gelegentlich terrestrisch in feuchten Berg- und Vorgebirgswäldern, überwiegend in etwa 1.200–1.800 m Höhe. Wir empfehlen warm-temperierte Bedingungen von ungefähr 17–26 °C mit leichter Nachtabsenkung, hohe Luftfeuchtigkeit, gute Luftbewegung und helles, indirektes Licht. Ein grobes, luftiges Aroid-Substrat sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben, ohne zu vernässen.
Beschreibung und Anmerkungen: Die Art entwickelt große, breit eiförmige bis nahezu rundliche, tief herzförmige Blätter mit samtig bis matt wirkender dunkelgrüner Oberseite. Besonders charakteristisch sind die auffällig beschuppten, faserig behaart wirkenden Blattstiele und die lange erhalten bleibenden Cataphylle. Als Kletterpflanze wächst sie am besten an einer feuchten Rankhilfe. Weiches Wasser, konstante Luftfeuchtigkeit und Schutz vor direkter Sonne fördern gleichmäßige, unbeschädigte Blattentwicklung.