Name: Zootrophion lappaceum (Luer) Luer
Synonyme: Cryptophoranthus lappaceus Luer
Etymologie: Zootrophion leitet sich vom Griechischen für „Tiergarten“ oder „Menagerie“ ab und bezieht sich auf die bizarren Blüten, die an Tierköpfe erinnern. Das Artepitheton lappaceum kommt vom Lateinischen lappaceus(„klettenartig“ oder „mit Kletten besetzt“) und beschreibt die raue, stachelige oder warzige Oberfläche der Blüte.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1982 von Carlyle August Luer als Cryptophoranthus lappaceus; im Jahr 1986 von demselben Autor in die Gattung Zootrophion überführt.
Herkunft / Verbreitung:
Ecuador (endemisch an den feuchten Anden-Osthängen).
Standort / Habitat:
Epiphytisch wachsend in kühlen, extrem feuchten Bergnebelwäldern in Höhenlagen von ca. 1500 bis 2000 m. Sie bevorzugt tief schattige Bereiche im Unterholz mit ganzjährig sehr hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen:
Zootrophion lappaceum ist eine kompakt wachsende Miniatur-Orchidee ohne Pseudobulben. Die aufrechten Triebe (Ramicauls) sind von röhrenförmigen Scheiden umhüllt und tragen jeweils ein einzelnes, ledriges, breit-elliptisches Blatt. Wie für die Gattung typisch, sind die Sepalen der Blüte an den Spitzen miteinander verwachsen und öffnen sich nur durch kleine, seitliche Fenster (Fensterblüte). Das Besondere an Z. lappaceum ist die Außenseite der fleischigen, dunkelpurpurnen bis rötlichen Blüte: Sie ist dicht mit klettenartigen, rauen Auswüchsen besetzt.
In der Kultur benötigt diese pleurothallidinae Rarität kühle bis intermediäre Bedingungen und verträgt keine sommerliche Stauhitze. Ein schattiger Standort, eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 %) und eine ununterbrochene, sanfte Luftbewegung sind für den Kulturerfolg entscheidend. Das Substrat (feines Sphagnum-Moos oder feine Rindenmischung) darf niemals vollständig austrocknen. Die Bewässerung sollte ausschließlich mit kalkfreiem, salzarmem Wasser erfolgen, da die feinen Wurzeln sehr empfindlich reagieren.