Name: Trichopilia laxa (Lindl.) Rchb.f.
Synonyme: Pilumna laxa Lindl.; Trichopilia Kienastii Rchb.f.
Etymologie: laxa= locker / schlaff — bezieht sich auf den locker herabhängenden, wenigblütigen Blütenstand dieser Art.
Vermehrung:Aus Samen;
Erstbeschreibung: Ursprünglich 1844 von John Lindley als Pilumna laxa beschrieben; 1858 von Heinrich Gustav Reichenbach (Rchb.f.) in die Gattung Trichopilia überführt.
Herkunft / Verbreitung: Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten, montanen Nebel- und Regenwäldern der Anden in Höhenlagen von ca. 600 bis 2.200 Metern. Sie gedeiht an schattigen bis halbschattigen Standorten bei ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Trichopilia laxa ist eine mittelgroße Orchidee mit stark seitlich zusammengedrückten, länglich-oberglischen Pseudobulben, die jeweils ein einzelnes, endständiges, ledriges und lanzenförmiges Blatt tragen. Der locker hängende oder kriechende Blütenstand entspringt der Basis der reifen Pseudobulbe und trägt mehrere zierliche, duftende Blüten. Die Blütenblätter (Sepalen und Petalen) sind schmal, leicht gewellt und zeigen eine blassgrüne bis cremefarbene Tönung, während die trichterförmig eingerollte Lippe weiß bis zartrosa gefärbt ist.
In der Kultur benötigt diese Art ein temperiertes bis kühles Klima mit einer spürbaren Nachtabsenkung. Da sie keine extremen Trockenzeiten kennt, sollte das Substrat (z. B. feine bis mittlere Rinde mit Moosanteil) während der Wachstumsphase gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne jedoch Staunässe zu verursachen. Aufgrund der herabhängenden Blütenstände ist eine Kultur in Hängekörben oder eine aufgebundene Pflege oft von Vorteil. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und gute Ventilation sind essenziell.