Name: Specklinia endotrachys (Reichenbach f.) Pridgeon & M.W. Chase
Synonyme: Pleurothallis endotrachys Rchb. f.; Empusella endotrachys (Rchb. f.) Luer; Specklinia pfavii (Rchb. f.) Pupulin und Karremans
Etymologie: endotrachys leitet sich vom Griechischen endon (innen) und trachys (rau) ab — bezieht sich auf die charakteristisch raue oder warzige Textur auf der Innenseite der Sepalen.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1876 von Heinrich Gustav Reichenbach als Pleurothallis endotrachys; im Jahr 2001 von Alec M. Pridgeon und Mark W. Chase in die Gattung Specklinia überführt.
Herkunft / Verbreitung:
Zentralamerika bis Kolumbien und Venezuela (u.a. Costa Rica, Panama).
Standort / Habitat:
Epiphytisch wachsend in feuchten, primären Bergregenwäldern und Nebelwaldregionen in Höhenlagen von ca. 1300 bis 2500 m. Sie bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit und stetiger, sanfter Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen:
Specklinia endotrachys ist eine kompakt wachsende Miniatur-Orchidee, die dichte, büschelige Horste bildet. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig bis länglich, ledrig und von sattgrüner Farbe. Die Blütenstände sind meist aufrecht, schlank und bringen nacheinander (sukzessive) mehrere wachsartige, leuchtend orangefarbene bis rötlich-braune Blüten hervor. Das markanteste Merkmal ist die fleischige Struktur der Sepalen, die im Inneren auffällig rau behaart oder warzig texturiert ist.
In der Kultur benötigt diese pleurothallidinae Spezies kühle bis intermediäre Bedingungen und reagiert empfindlich auf anhaltende Sommerhitze. Da sie keine Pseudobulben besitzt, darf das Substrat (feines Sphagnum-Moos oder feine Rindenmischung) nie vollständig austrocknen. Sie eignet sich ideal für die aufgebundene Kultur oder für kleine Töpfe mit exzellenter Drainage. Eine Luftfeuchtigkeit von über 70 % sowie die ausschließliche Verwendung von kalkfreiem Wasser sind für die feinen Wurzeln essenziell.