Name: Lepanthes manabina Dodson
Etymologie: manabina = bezieht sich auf die Provinz Manabí in Ecuador, die Region des Fundortes dieser Art.
Vermehrung: Samen; in Kultur gelegentlich durch das behutsame Teilen reifer, vieltriebiger Pflanzenhorste.
Erstbeschreibung: 1980 von Calaway H. Dodson in Icones Plantarum Tropicarum(Taf. 126).
Herkunft / Verbreitung: Westliches Ecuador (Provinz Manabí).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten Berg- und Nebelwäldern der Küstenkordillere in Höhenlagen um 500 bis 800 Meter. Sie gedeiht an schattigen, permanent feuchten Plätzen im warmen bis intermediären Mikroklima.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes manabina ist eine zierliche Miniatur-Orchidee mit aufrechten, dünnen Trieben, die von den typischen lepanthiformen Scheiden umhüllt sind. Die kleinen, ledrigen Blätter sind breit-elliptisch bis fast rundlich geformt. Der feine Blütenstand ist kürzer als oder fast so lang wie das Blatt und bringt sukzessive winzige, sehr filigrane Blüten hervor. Die Blüten zeichnen sich durch ihre charakteristische Lippenstruktur und die feine Färbung aus, die meist in gelblichen bis rötlichen Tönen changiert.
In der Kultur benötigt diese Art im Vergleich zu vielen reinen Hochland-Gattungskollegen eher warm-temperierte bis intermediäre Bedingungen und verträgt keine extremen Kälteeinbrüche. Da sie keine Speicherorgane besitzt, muss das Substrat – vorzugsweise aufgebunden auf Kork mit etwas Moos oder in sehr feinen Netztöpfen – konstant gleichmäßig feucht gehalten werden und darf nie komplett austrocknen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 75% und eine stetige, sanfte Luftzirkulation sind für ein gesundes Wachstum unerlässlich.