Name: Tillandsia bulbosa Hook.
Synonyme: Tillandsia bulbosa var. picta Hook.; Platystachys bulbosa (Hook.) Beer.
Etymologie: bulbosa = zwiebelartig — bezieht sich auf die markant angeschwollene, pseudobulbenähnliche Basis der Pflanze.
Erstbeschreibung: 1825 durch den britischen Botaniker William Jackson Hooker.
Herkunft / Verbreitung:Weit verbreitet von Mexiko und Mittelamerika über die Karibik bis ins nördliche Südamerika (Ecuador, Kolumbien, Brasilien).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten bis sehr nassen Tieflandregenwäldern, oft in Mangroven oder küstennahen Gebieten von Meereshöhe bis ca. 1.300 m. Sie bevorzugt schattigere und deutlich feuchtere Standorte als T. tectorum.
Beschreibung & Anmerkungen: Tillandsia bulbosa ist eine faszinierende Art mit einem fast "alienartigen" Wuchs. Sie gehört zu den Myrmekophyten (Ameisenpflanzen), da ihre hohle, zwiebelartige Basis in der Natur oft Ameisenvölkern als Behausung dient, während die Pflanze von deren Ausscheidungen profitiert.
- Wuchsform: Markante, rundlich angeschwollene Basis (Pseudobulbe). Die Blätter sind schmal, eingerollt (teret), glatt und oft unregelmäßig gewunden oder schlangenartig gebogen.
- Farbe: Tiefgrün, oft mit violetten oder rötlichen Akzenten an der Basis oder dem Blütenstand. Die Schuppen (Trichome) sind sehr klein und unauffällig, was der Pflanze ein glattes, glänzendes Aussehen verleiht.
- Blüten: Der Blütenstand ist kurz, meist einfach und leuchtend rot bis kirschrot. Die röhrenförmigen Blüten sind violett mit gelben Staubbeuteln.
- Pflege: Benötigt höhere Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Besprühen oder Tauchen (2–3 Mal pro Woche). Aufgrund der geschlossenen Basis muss sie nach dem Wässern kopfüber aufgehängt werden, damit kein Wasser im Inneren stehen bleibt (Fäulnisgefahr). Bevorzugt halbschattige Plätze ohne direkte Mittagssonne.