Name: Phragmipedium China Dragon
Etymologie: Phragmipedium (vom griechischen
phragma = Trennwand/Zaun und
pedilon = Schuh/Sandalen, bezieht sich auf die dreizellige Scheidewand des Fruchtknotens und die pantoffelförmige Lippe);
China Dragon (Registrierungsname dieser Hybride; verweist symbolisch auf die drachenähnliche, imposante Erscheinung und die intensiven Rot- und Orangenüancen der Blüte).
Vermehrung: In-vitro-Gewebekultur (Samen); steril im Nährmedium kultiviert. Regelfall: 4 Sämlinge pro Flasche (Orchipack).
Herkunft / Verbreitung: Kultivar. Die in dieser Hybride enthaltenen Elternarten (
Phragmipedium besseae und
Phragmipedium Grande) stammen ursprünglich aus den feuchten Bergwäldern und Flussläufen Meso- und Südamerikas.
Standort / Habitat: Terrestriell bis lithophytisch. Benötigt nach dem Ausflaschen temperierte bis warm-temperierte Bedingungen, einen hellen Standort mit viel indirektem Licht (keine direkte, pralle Mittagssonne), eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70–80 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation. Das Substrat sollte stets gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass schädliche Staunässe entsteht.
Beschreibung & Anmerkungen:
Phragmipedium China Dragon (eine geschätzte Registrierung aus der Kreuzung von
Phragmipedium besseae ×
Phragmipedium Grande) ist eine der bekanntesten und imposantesten Züchtungen innerhalb der Gattung. Der Elter
P. besseae vererbt seine leuchtende, intensiv korallenrote bis scharlachrote Blütenfarbe, während
Phragmipedium Grande (eine Primärkreuzung aus
P. caudatum und
P. longifolium) für kräftige Wuchseigenschaften, breite Sepalen und elegant verlängerte, herabhängende Petalen sorgt. Die Sämlinge versprechen wüchsige Pflanzen mit großflächigen, wachsartigen Blüten in leuchtenden Scharlach-, Lachs- und Orangetönen. Nach dem Ausflaschen entwickeln sich die Jungpflanzen hervorragend in Töpfen mit einem feuchtigkeitsbewahrenden, gut durchlüfteten Substratgemisch aus feiner Pinienrinde, Sphagnum-Moos und Bims.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos pikiert.