Name: Phalaenopsis bastianii O.Gruss & Röllke
Synonyme: Phalaenopsis mariae var.
bastianii (O.Gruss & Röllke) O.Gruss & Röllke
Etymologie: Phalaenopsis (vom griechischen phalaina = Nachtfalter und opsis = Aussehen/Ähnlichkeit, bezieht sich auf die schmetterlingsförmigen Blüten); bastianii (benannt zu Ehren von Bastian Röllke, dem Sohn des deutschen Orchideenzüchters und Miterstbeschreibers Lutz Röllke).
Erstbeschreibung: 1991 durch Olaf Gruss und Lutz Röllke.
Herkunft / Verbreitung: Philippinen (endemisch auf der Insel Sulu sowie in Teilen von Mindanao).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feucht-warmen Tieflandwäldern in Höhenlagen von Meereshöhe bis ca. 600 Metern. Benötigt nach dem Ausflaschen warme Bedingungen (Ganzjahreskultur), halbschattige bis hell-indirekte Lichtverhältnisse (keine direkte, pralle Sonne), eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 70–85 % sowie eine stetige, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Phalaenopsis bastianii ist eine hochattraktive, botanische Naturform aus der Sektion
Polychilos. Die Pflanze bildet glänzende, kräftig grüne Blätter aus und bringt oft mehrblütige, aufrechte bis überhängende Blütenstände hervor. Die wachsartigen Blüten bestechen durch eine cremeweiße bis gelbliche Grundfarbe, die von intensiven, zimtroten bis braun-purpurnen Querstreifen und Flecken überzogen ist. Die ausgeprägte, dreilappige Lippe zeigt meist kontrastreiche Magenta- oder Violazett-Töne. Nach dem Ausflaschen entwickeln sich die wüchsigen Sämlinge hervorragend in kleinen Töpfen mit feiner bis mittelgroßer Pinienrinde oder in Sphagnum-Moos bei gleichmäßig warmer Kultur.