Name: Masdevallia mendozae Luer
Etymologie: mendozae = benannt zu Ehren von Hartman Mendoza, einem ecuadorianischen Orchideensammler, der das Typusexemplar entdeckte.
Vermehrung: Aus Samen
Erstbeschreibung: 1983 durch den US-amerikanischen Botaniker Carlyle A. Luer in Phytologia (54: 382).
Herkunft / Verbreitung: Ecuador (Provinzen Zamora-Chinchipe und Morona-Santiago).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in kühlen, feuchten montanen Nebelwäldern der Andenosthänge in Höhenlagen von ca. 1.800 bis 2.300 Metern. Sie gedeiht an schattigen Plätzen auf bemoosten Ästen mit ganzjährig hoher Feuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Masdevallia mendozae ist eine kleine, horstbildende Miniatur-Orchidee ohne Pseudobulben. Die aufrechten, dick-ledrigen Blätter sind schmal-elliptisch und verjüngen sich zur Basis hin. Der Blütenstand ist waagerecht bis leicht bogig überhängend und trägt eine einzelne, röhrenförmige Blüte. Herausragend ist die intensiv leuchtende, orangerote bis leuchtend orange Färbung der röhrig verwachsenen Sepalen, deren Spitzen nicht in lange Schwänze auslaufen, sondern relativ kurz und stumpf bleiben. Die Blüten weisen eine charakteristisch bauchige Form auf.
In der Kultur benötigt diese Art konstant kühle bis maximal temperierte Bedingungen und reagiert empfindlich auf Sommerhitze. Da sie keine Speicherorgane besitzt, darf das Substrat (z. B. feine Rindenmischung mit Sphagnum-Moos) nie ganz austrocknen, muss aber extrem luftdurchlässig bleiben. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 75 % und eine stetige, sanfte Luftzirkulation sind für die Pflege in Töpfen oder Hängekörben essenziell.