Name: Lepanthes jackinpyxa Luer & Hirtz
Etymologie: jackinpyxa = abgeleitet von der englischen Bezeichnung „jack-in-the-box“ (Stehaufmännchen / Springteufel) und dem griechischen pyxis (Büchse, Kapsel), was auf die Form und Funktion des Kappendels (Appendix) anspielt, das überraschend im Zentrum der Blüte sitzt.
Vermehrung: In-vitro-Gewebekultur (Samen); steril im Nährmedium kultiviert. Regelfall: 4 Sämlinge pro Flasche (Orchipack).
Erstbeschreibung: 1987 durch Carlyle August Luer und Alexander Charles Hirtz.
Herkunft / Verbreitung: Südost-Ecuador.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in kühlen, feuchten Bergnebelwäldern. Benötigt nach dem Ausflaschen kühle bis temperierte Bedingungen, schattige bis halbschattige Lichtverhältnisse (keine direkte Sonne), eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 75–85 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes jackinpyxa ist eine faszinierende, seltene Miniatur-Orchidee mit einem außergewöhnlichen Blütenaufbau. Aus den zarten Blättern entwickeln sich feingliedrige Blütenstände, die nacheinander filigrane, etwa 5 mm große Blüten hervorbringen. Das charakteristisch geformte Labellum und der spezielle Appendix, welcher der Art ihren einprägsamen Namen einbrachte, machen sie zu einem exklusiven Highlight für Sammler neotropischer Pleurothallidinae. Aufgrund ihrer Herkunft aus feuchten Nebelwäldern eignet sie sich nach der Akklimatisierung perfekt für die feucht-kühle Kultur in einer Vitrine, im Terrarium oder im Flaschengarten.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos (vorzugsweise in einem geschlossenen Terrarium) pikiert.