Name: Eria stellata Lindl.
Synonyme: Eria javanica (Sw.) Blume; Octomeria stellata (Lindl.) Spreng.; Pinalia stellata (Lindl.) Kuntze; Tainia stellata (Lindl.) Pfitzer; Dendrolirium rugosum Blume; Eria fragrans Rchb.f.
Etymologie: stellata = sternförmig — bezieht sich auf die Gestalt der weit geöffneten, spitzen Blütenblätter.
Vermehrung: Teilung der Pseudobulben (bevorzugt im Frühjahr); Samen (In-vitro).
Erstbeschreibung: 1825 von John Lindley in Botanical Register.
Herkunft / Verbreitung: Weit verbreitet in Südostasien: Von Indien (Sikkim, Assam) über Thailand, Malaysia, Indonesien (Java, Sumatra, Borneo) bis nach Neuguinea und auf die Philippinen.
Standort / Habitat: Epiphytisch oder gelegentlich lithophytisch in Tieflandregenwäldern, Sumpfwäldern und montanen Lorbeerwäldern in Höhenlagen von Meereshöhe bis ca. 1.200 m. Sie wächst oft an Baumstämmen in schattigen, aber luftigen Bereichen mit konstanter Feuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Eria stellata ist eine mittelgroße, kräftige Orchidee mit eiförmigen bis länglichen, leicht zusammengedrückten Pseudobulben. Diese tragen an der Spitze ein bis zwei große, ledrige und lanzettliche Blätter. Der Blütenstand ist eine aufrechte bis überhängende Traube, die dicht mit zahlreichen cremeweißen bis hellgelben Blüten besetzt ist. Die Blüten verströmen einen intensiven, süßlichen Duft, der oft an Maiglöckchen oder Vanille erinnert.
In der Kultur bevorzugt sie temperierte bis warme Bedingungen. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne und ein gut durchlässiges Substrat (Rinde mit etwas Sphagnum) sind ideal. Während des Wachstums sollte die Pflanze reichlich gegossen werden, wobei Staunässe zu vermeiden ist. Da sie keine ausgeprägte Ruhezeit benötigt, sollte das Substrat auch im Winter nie vollständig für lange Zeit austrocknen.