Name: Dendrobium leucocyanum × Dendrobium sulawesiense
Etymologie: Dendrobium (vom griechischen
dendron = Baum und
bios = Leben, bezieht sich auf die epiphytische Lebensweise);
leucocyanum = weiß-blau (griechisch
leukos = weiß und
kyanos = dunkelblau, nimmt Bezug auf die seltene, bläulich-weiße Blütenfärbung);
sulawesiense = aus Sulawesi stammend (bezieht sich auf das Herkunftsgebiet der Elternart Sulawesi, Indonesien).
Herkunft / Verbreitung: Kultivar. Die beteiligten Elternarten stammen aus den Bergregionen Südostasiens (Neuguinea und Sulawesi).
Standort / Habitat: Epiphytisch. Benötigt nach dem Ausflaschen temperierte bis kühle Bedingungen, halbschattige bis hell-indirekte Lichtverhältnisse (keine direkte, pralle Sonne), eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 70–85 % sowie eine stetige, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Diese außergewöhnliche interspezifische Kreuzung bringt zwei hochinteressante Arten der Sektion
Oxyglossum bzw.
Pedilonum zusammen.
Dendrobium leucocyanum ist eine begehrte Miniatur-Art aus Neuguinea, die für ihre dichten, kugeligen Blütenbüschel in ungewöhnlichen bläulich-weißen bis eisblauen Tönen bekannt ist.
Dendrobium sulawesiense (oft als Synonym oder nahe Verwandte von
D. sulcatum bzw. im Komplex um
D. cuthbertsonii /
D. glomeratum eingeordnet) steuert eine kräftigere Wuchsform und intensiv leuchtende, rötlich-violette bis orangefarbene Blütenakzente bei. Die Sämlinge versprechen kompakte, gut verzweigte Miniaturpflanzen mit äußerst langlebigen, wachsartigen Blüten. Farbgenetisch lässt die Nachkommenschaft ein faszinierendes Spektrum erwarten, das von seltenen Pastell- und Violetttönen bis hin zu mehrfarbigen Kontrasten reichen kann. Nach dem Ausflaschen eignet sich diese Kreuzung hervorragend für die Kultur in Vitrinen, Terrarien oder in kleinen Töpfen mit sehr feiner Pinienrinde und Sphagnum-Moos.