Name: Ceratostema rauhii Luteyn
Etymologie: Der Gattungsname Ceratostema leitet sich aus dem Griechischen ab und bezieht sich auf die hornartig ausgebildeten Strukturen der Blütenkrone. Das Artepitheton rauhii ehrt den deutschen Botaniker Werner Rauh, der das Typusmaterial sammelte.
Erstbeschreibung: 1992 durch James L. Luteyn im Bulletin of the Torrey Botanical Club 119(3): 314.
Herkunft/Verbreitung: Bekannt aus dem nordwestlichen Peru; das Typusmaterial stammt aus der Region Lambayeque.
Standort/Lebensraum: Epiphytischer Strauch aus montanen Andenlagen um etwa 2.200 m. Wir empfehlen helle, gefilterte Lichtverhältnisse, hohe Luftfeuchtigkeit und eine gute Luftbewegung. Die Kultur gelingt am besten kühl bis intermediär, ungefähr bei 14–24 °C, mit einer deutlichen Nachtabsenkung.
Beschreibung und Anmerkungen: Die Art bildet schlanke, im jungen Zustand hängende Triebe, die bei älteren Pflanzen eine beachtliche Länge erreichen können. Die schmal eiförmigen bis linealisch-eiförmigen, fein behaarten Blätter sitzen dicht an den Trieben; auch die jungen Zweige tragen eine auffällige helle Behaarung. Ein lockeres, luftiges und zugleich leicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat ist ideal. Wir halten den Wurzelbereich gleichmäßig leicht feucht, vermeiden jedoch Staunässe und lassen das Substrat zwischen den Wassergaben oberflächlich etwas abtrocknen. Eine Ampel oder ein erhöhter Standort bringt den hängenden Wuchs besonders gut zur Geltung.