Name: Cattleya kleberi (F.E.L.Miranda) Van den Berg
Synonyme: Hoffmannseggella kleberi F.E.L.Miranda; Sophronitis kleberi (F.E.L.Miranda) C.Van den Berg & M.W.Chase
Etymologie: kleberi = Benannt zu Ehren des brasilianischen Orchideensammlers und -entdeckers Kleber Garcia de Lacerda.
Vermehrung: Aus Samen (In-vitro);
Erstbeschreibung: Ursprünglich 2005 von Francisco E. L. Miranda als Hoffmannseggella kleberi beschrieben; 2008 von Cássio van den Berg in die Gattung Cattleya überführt.
Herkunft / Verbreitung: Brasilien (Endemit im Bundesstaat Minas Gerais).
Standort / Habitat: Rupicol/lithophytisch wachsend auf exponierten Felsformationen (Quarzitfelsen) in der Serra do Espinhaço in Höhenlagen von ca. 1.000 bis 1.400 Metern. Sie ist an direkte Sonne, starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen und Winde angepasst.
Beschreibung & Anmerkungen: Cattleya kleberi gehört zu den rupicolen (felsenbewohnenden) Cattleyen. Sie ist eine kompakte Art mit dichten, eiförmigen bis zylindrischen Pseudobulben, die jeweils ein einzelnes, sehr dickes, ledrig-fleischiges Blatt tragen. Der aufrechte Blütenstand bringt 2 bis 6 auffallend leuchtende, gelbe bis gelb-orangefarbene Blüten hervor. Die wachsartigen Blütenblätter besitzen eine feste Textur, und die dreilappige Lippe zeigt eine stark gewellte, intensiv gelbe Färbung.
In der Kultur benötigt diese lichtintensive Art sehr viel Helligkeit und verträgt nach Eingewöhnung direkte Sonne. Aufgrund ihres natürlichen Habitats auf nacktem Fels reagiert das Wurzelwerk extrem empfindlich auf stehende Nässe; die Kultur gelingt am besten in Tontöpfen mit sehr grobem, rein mineralischem Substrat (z. B. Bims, Lava) oder aufgebunden. Während des Wachstums regelmäßig wässern, das Substrat muss danach jedoch rasch abtrocknen. Im Winter ist eine kühlere, helle Ruhephase mit stark reduzierten Wassergaben einzuhalten.