Name: Trisetella nodulifera Luer
Etymologie: Trisetella (vom lateinischen
tri- = drei und
seta = Borste, bezieht sich auf die drei charakteristischen borstenartigen Anhängsel/Anseln an den Kelchblättern);
nodulifera = knotentragend (lateinisch
nodulus = kleiner Knoten und
-fer = tragend, verweist auf kleine knotenartige Verdickungen an den Blütenstielen oder den Blütenelementen).
Erstbeschreibung: 1989 durch Carlyle A. Luer.
Herkunft / Verbreitung: Ecuador und Peru (feuchte Bergnebelwälder der Andenregion).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in kühlen bis warm-temperierten, sehr feuchten Bergnebelwäldern in Höhenlagen von ca. 1200 bis 1800 Metern. Benötigt nach dem Ausflaschen kühle bis temperierte Bedingungen, halbschattige bis schattige Lichtverhältnisse (keine direkte Sonne), eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 75–85 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Trisetella nodulifera ist eine hochattraktive Miniatur-Orchidee aus der Verwandtschaft der Pleurothallidinae. Die Pflanze bildet dichte Polster aus schmalen, dicken Blättern und bringt zarte, aufrechte Blütenstiele hervor, die weit über das Laub hinausragen. Die Blüten zeichnen sich durch die für die Gattung typischen, fadenförmig verlängerten Sepalenspitzen aus, die wie feine Antennen wirken. In dieser Selektion ('type') präsentiert die Art ihre klassische, intensiv gelb-orange bis dunkelrötlich gezeichnete Blütenfärbung mit wachsartiger Substanz. Nach dem Ausflaschen eignet sich diese Miniatur aufgrund ihres hohen Feuchtigkeitsbedürfnisses hervorragend für die Kultur in Vitrinen, Terrarien oder aufgebunden auf Kork und Farnwurzel mit feuchtem Sphagnum-Moos.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos (vorzugsweise in einem geschlossenen Terrarium) pikiert.