Name: Smitinandia micrantha (Lindl.) Holttum
Synonyme: Saccolabium micranthum Lindl., Cleisostoma micranthum (Lindl.) King & Pantl., Gastrochilus micranthus (Lindl.) Kuntze, Uncifera micrantha (Lindl.) Holttum
Etymologie: Smitinandia = zu Ehren des thailändischen Botanikers Tem Smitinand benannt; micrantha = kleinblütig, zusammengesetzt aus den altgriechischen Wörtern mikros (klein) und anthos (Blüte).
Vermehrung: In-vitro-Gewebekultur (Samen); steril im Nährmedium kultiviert. Regelfall: 4 Sämlinge pro Flasche (Orchipack).
Erstbeschreibung: 1833 durch John Lindley (als Saccolabium micranthum); 1969 von Richard Eric Holttum in die Gattung Smitinandia umkombiniert.
Herkunft / Verbreitung: Vom Himalaya (Indien, Nepal, Bhutan) über Südwest-China (Yunnan) und Indochina bis hin zur Malaiischen Halbinsel und Borneo.
Standort / Habitat: Monopodial-epiphytisch wachsend in saisonalen Laub- und Nebelwäldern in Höhenlagen von etwa 300 bis 1500 Metern. Benötigt nach dem Ausflaschen temperierte bis warme Bedingungen, helles, indirektes Licht (keine pralle Mittagssonne), eine Luftfeuchtigkeit von 70–80 % sowie eine kontinuierliche, gute Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Smitinandia micrantha ist eine robuste, monopodial wachsende Miniatur- bis Kleinorchidee aus der Verwandtschaft der Vandeae. Die Pflanzen bilden ledrige, zweizeilig angeordnete Blätter und bringen dicht besetzte, traubenförmige Blütenstände hervor. Die zahlreichen, extrem filigranen Einzelblüten messen meist nur wenige Millimeter, faszinieren jedoch durch ihre hübsche Farbzeichnung in Weiß-, Rosa- und Purpurtönen mit einer prägnanten, gesackten Lippe. Eine wunderbare Art für Liebhaber asiatischer Epiphyten, die sich nach dem Ausflaschen hervorragend für die Kultur aufgebunden auf Kork/Hartholz oder in kleinen Gitterschalen im Terrarium und Temperiert-Vitrine eignet.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos (vorzugsweise in einem geschlossenen Terrarium) pikiert.