Name: Maxillaria striata Rolfe
Etymologie: Maxillaria = Kieferknochen / Kinnlade (lateinisch maxilla — bezieht sich auf die Form des Säulenfußes und der Lippe); striata = gestreift (lateinisch — verweist auf die charakteristischen Längsstreifen auf den Blütenblättern).
Vermehrung: Aus Samen (In-vitro);
Erstbeschreibung: 1893 von Robert Allen Rolfe in The Gardeners' Chronicle (ser. 3, 14: 265).
Herkunft / Verbreitung: Peru und Ecuador.
Standort / Habitat: Epiphytisch oder lithophytisch wachsend in sehr feuchten, kühlen bis warm-intermediären Bergnebelwäldern der Anden in Höhenlagen von ca. 700 bis 1.800 Metern. Sie besiedelt moosbewachsene Baumstämme und schattige Felswände bei hoher Luftfeuchtigkeit und konstanter Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen: Maxillaria striata gehört zu den eindrucksvollsten und großblütigsten Arten der Gattung. Die Pflanze bildet dicht gedrängte, stark komprimierte, eiförmige Pseudobulben aus, die an der Spitze jeweils ein einzelnes, großes, ledriges Blatt tragen. Die Einzelblüten erscheinen an recht kurzen, aufrechten Blütenständen von der Basis der Pseudobulben und können einen Durchmesser von über 10 cm erreichen. Sepalen und Petalen weisen eine cremefarbene bis gelbliche Grundfarbe auf und sind mit auffälligen, tiefrot-purpurnen bis braunen Längsstreifen gezeichnet; die Lippe ist dunkel getönt und leicht gewellt.
In der Kultur benötigt die Art sehr viel Platz und wird am besten in geräumigen Lattenkörben oder Töpfen mit sehr grobem Rindensubstrat gepflegt. Sie verlangt kühle bis warm-intermediäre Bedingungen mit deutlicher Nachtabkühlung. Der Standort sollte hell, aber vor praller Mittagssonne geschützt sein. Da sie aus feuchten Nebelwäldern stammt, sollte das Substrat während der Wachstumsphase konstant feucht gehalten werden und nie völlig austrocknen. Hohe Luftfeuchtigkeit (über 70 %) und eine stetige Luftzirkulation sind für ein gesundes Wurzelwerk essenziell.