Name: Masdevallia hirtzii Luer
Synonyme:
Etymologie: hirtzii = zu Ehren von Alexander Hirtz, einem bedeutenden ecuadorianischen Bergbauingenieur und leidenschaftlichen Orchideensammler, der maßgeblich zur Erforschung der Flora seines Landes beigetragen hat.
Vermehrung: Samen; im Gartenbau durch vorsichtige Teilung größerer, gut etablierter Pflanzenhorste.
Erstbeschreibung: 1988 von Carlyle August Luer in „Die Orchidee“.
Herkunft / Verbreitung:
Ecuador (endemisch in den südöstlichen Provinzen wie Zamora-Chinchipe).
Standort / Habitat:
Epiphytisch wachsend in feuchten, kühlen bis temperierten Bergnebelwäldern der Anden-Osthänge in Höhenlagen von ca. 1200 bis 1650 m. Sie bevorzugt stark schattige Bereiche mit ganzjährig sehr hoher Luftfeuchtigkeit und ständiger Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen:
Masdevallia hirtzii ist eine zierliche, kompakt wachsende Miniatur-Orchidee, die dichte Horste aus aufrechten, fleischigen, schmal-elliptischen Blättern bildet. Die Blütenstände sind aufrecht bis leicht bogig und tragen leuchtend orangefarbene bis gelb-orangefarbene, röhrenförmige Blüten. Die Sepalen laufen in feine, leicht nach hinten gebogene Spitzen aus, was den Blüten eine sehr elegante, dynamische Form verleiht. Durch ihre intensive Farbe zieht sie in der Natur gezielt Kolibris als Bestäuber an.
In der Kultur benötigt die Art ein intermediäres bis kühles Klima und reagiert empfindlich auf sommerliche Stauhitze über längere Zeit. Da sie keine Pseudobulben besitzt, darf das Substrat (feine Rinde oder Sphagnum-Moos) niemals vollständig austrocknen, muss jedoch durch eine exzellente Drainage vor Staunässe geschützt werden. Ein schattiger Standort und eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (über 70 %) in Kombination mit einer guten Luftzirkulation sind für ein gesundes Wachstum zwingend erforderlich.