Name: Lepanthes ribes Luer
Etymologie: Der Gattungsname Lepanthes leitet sich von den griechischen Wörtern lepis („Schuppe“) und anthos („Blüte“) ab und verweist auf die feinen, schuppenartig wirkenden Blütenstrukturen. Das Artepitheton ribes nimmt auf die Johannisbeer-Gattung Ribes Bezug und spielt auf die Wirkung der Blütenstände an.
Erstbeschreibung: 1976 von Carlyle A. Luer in Selbyana, Band 3, Seiten 14–15.
Herkunft/Verbreitung: Westliches Kolumbien bis Ecuador.
Standort/Lebensraum: Epiphytisch, gelegentlich auch terrestrisch, in feuchten tropischen Berg- und Nebelwäldern. Die Art bevorzugt schattige, moosreiche Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wir empfehlen eine kühle bis intermediäre Kultur bei etwa 12–22 °C, sehr hohe Luftfeuchtigkeit und eine sanfte, kontinuierliche Luftbewegung.
Beschreibung und Anmerkungen: Lepanthes ribes ist eine zierliche Miniaturorchidee mit aufrechten, schlanken Ramicaulen, lepanthiformen Scheiden und je einem lederartigen, elliptischen Blatt. Die länglichen, aufrechten bis überhängenden Blütenstände tragen nacheinander mehrere kleine Blüten, deren gelbliche bis rötliche Partien fein gezeichnet wirken können. Die feinen Wurzeln dürfen niemals vollständig austrocknen. Eine aufgebundene Kultur auf Baumfarn oder Kork beziehungsweise eine Kultur in feinem, lockerem Sphagnum ist bei zuverlässig hoher Luftfeuchtigkeit gut geeignet. Wir empfehlen weiches, kalkarmes Wasser und eine gute Luftbewegung ohne austrocknenden Zug.