Name: Lepanthes Ines × sib / self (Lepanthes manabina × Lepanthes calodictyon)
Etymologie: Ines = Registrierter Grex-Name, 2017 von Jean-Marc Pallandre bei der Royal Horticultural Society (RHS) eingetragen. Der Name ehrt eine Einzelperson (Ines).
Vermehrung: In-vitro-Gewebekultur (Samen); steril im Nährmedium kultiviert. Regelfall: 4 Sämlinge pro Flasche (Orchipack).
Herkunft / Verbreitung: Kultivar. Die beteiligten Elternarten (Lepanthes manabina und Lepanthes calodictyon) sind in den feuchten Bergnebelwäldern Ecuadors und Kolumbiens beheimatet.
Standort / Habitat: Epiphytisch. Benötigt nach dem Ausflaschen schattige bis halbschattige Bedingungen (keine direkte Sonne), eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 75–85 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation bei temperierten bis warmen Temperaturen.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes Ines ist eine erstklassige Primärhybride, die zwei der faszinierendsten Arten der Gattung vereint. Von Lepanthes calodictyon erbt die Kreuzung das begehrte, netzartig geäderte und elegant gewellte Laub, während Lepanthes manabina zusätzliche Wuchskraft sowie eine reichblühende Eigenschaft beiträgt. Die im Nachwuchs zu erwartenden Sämlinge versprechen kompakt wachsende Miniaturpflanzen mit spektakulär gemusterten Blättern und filigranen, aufeinanderfolgenden Blüten in intensiven Rot-, Orange- und Gelbtönen. Durch die freie Bestäubung innerhalb des Grex (OP / open pollinated) kann es zu reizvollen geschwisterlichen Variationen in der Blattzeichnung kommen. Eine hervorragende Wahl für die Kultur in Vitrinen, Terrarien oder Flaschengärten.
Kulturhinweis für den Verkauf (Orchipack): Die Jungpflanzen befinden sich in einem sterilen, geschlossenen Glas auf einem agarbasierten Nährboden. Das System ist vollkommen autark, solange das Gefäß versiegelt bleibt. Nach dem Erreichen einer adäquaten Größe werden die Pflanzen vorsichtig entnommen, die Agarreste gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült und die Sämlinge in feinste Pinienrinde oder lebendes Sphagnum-Moos pikiert.