Name: Sigmatostalix radicans Rchb.f.
Herkunft: Brasilien (Süd- und Südostregionen)
Vermehrung: Teilung, Aussaat
Erstbeschreibung: 1864, Heinrich Gustav Reichenbach
Synonyme: So wird sie in modernen Datenbanken wie POWO häufig unter dem aktuell akzeptierten Namen Gomesa radicans (Rchb.f.) M.W.Chase & N.H.Williams geführt, während auch die Bezeichnung Ornithophora radicans (Rchb.f.) Garay sowie Gomesia radicans weit verbreitete Synonyme darstellen.
Beschreibung: Sigmatostalix radicans ist eine zierliche, grasartige Miniatur-Orchidee, die in den atlantischen Küstenregenwäldern Brasiliens beheimatet ist. In der botanischen Taxonomie existieren für diese Art wichtige
Die Art bildet schmale, komprimierte Pseudobulben aus, die von dünnen, biegsamen und graspflanzenähnlichen Blättern umgeben sind. Charakteristisch für diese Spezies ist ihr kriechender bis horstbildender Wuchs, bei dem rasch dichte Polster entstehen. Die Blütenstände erscheinen reichverzweigt und tragen eine Vielzahl winziger, aber äußerst filigraner Blüten, die in ihrer Form an kleine fliegende Vögel erinnern. Die Sepalen und Petalen weisen meist eine weißliche bis grünlich-gelbe Grundfärbung auf, während die auffällige Lippe durch eine braune bis violette Zeichnung einen reizvollen Kontrast setzt.
In der Kultur erweist sich diese Spezies als sehr wuchsfreudig und anpassungsfähig. Aufgrund ihres feinen Wurzelsystems und des kompakten Wuchses eignet sie sich hervorragend für die aufgebundene Pflege auf Kork oder Holzsubstraten sowie für die Kultur in kleinen Töpfen mit feiner Rindenmischung. Sie bevorzugt temperierte bis warme Temperaturen, einen schattigen bis halbschattigen Standort ohne direkte Prallsonne und eine ganzjährig gleichmäßige Feuchtigkeit bei hoher Luftfeuchtigkeit.