Name: Epidendrum escobarianum Garay
Etymologie: Der Gattungsname Epidendrum leitet sich aus dem Griechischen von epi („auf“) und dendron („Baum“) ab und verweist auf die epiphytische Lebensweise vieler Arten. Das Artepitheton escobarianum ehrt den kolumbianischen Orchideenforscher Rodrigo Escobar.
Erstbeschreibung: 1967 durch Leslie A. Garay in The Orchid Review, Band 75, Seite 280.
Herkunft/Verbreitung: Westliches Kolumbien.
Standort/Lebensraum: Epiphytisch in feuchten tropischen Berg- und Nebelwäldern. Wir kultivieren die Art am besten kühl bis intermediär bei etwa 12–22 °C, hoher Luftfeuchtigkeit und guter, kontinuierlicher Luftbewegung. Der Standort sollte hell bis halbschattig sein, jedoch ohne intensive direkte Mittagssonne. Das Wurzelwerk sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben, gleichzeitig aber sehr luftig stehen.
Beschreibung und Anmerkungen: Epidendrum escobarianum ist eine ungewöhnliche, eher kompakte bis kriechend beziehungsweise überhängend wachsende Epidendrum-Art. Die schlanken, verzweigten Triebe tragen kleine eiförmige bis lanzettliche Blätter, die besonders im jungen Zustand eine attraktive purpurfarbene Querzeichnung zeigen können. Die auffälligen Blüten erscheinen einzeln oder zu wenigen an den Trieben und besitzen sehr schmale, lang ausgezogene Sepalen sowie eine kontrastierende Lippe. Durch den kriechenden Wuchs eignet sich die Art besonders gut für die Kultur auf Kork oder Baumfarn; alternativ verwenden wir ein flaches Gefäß mit einem feinen, luftigen und leicht feuchtigkeitsspeichernden Substrat. Eine ausgeprägte Trockenruhe ist nicht erforderlich.