Name: Dendrobium macrophyllum var. macrophyllum
Synonyme: Callista macrophylla (A.Rich.) Kuntze; Latourorchis macrophylla (A.Rich.) Brieger; Sayeria macrophylla(A.Rich.) Rauschert
Etymologie: macrophyllum leitet sich von den griechischen Wörtern makros (groß) und phyllon (Blatt) ab und bezieht sich direkt auf das auffallend großblättrige Laub dieser Art.
Vermehrung: Samen; im Gartenbau durch Teilung großer, ausgereifter Pseudobulben-Cluster.
Erstbeschreibung: 1834 von Achille Richard (ursprünglich als Liparis macrophylla beschrieben, später von John Lindley in die Gattung Dendrobium überführt).
Herkunft / Verbreitung:
Weit verbreitet im tropischen Asien und Westpazifik (unter anderem Java, Philippinen, Sulawesi, Neuguinea, Salomonen und Fidschi).
Standort / Habitat:
Epiphytisch wachsend in heißen Küstenregenwäldern bis hin zu kühleren Bergnebelwäldern. Die Art besiedelt Baumstämme und Äste in Höhenlagen von Meereshöhe bis etwa 1700 m, meist an halbschattigen bis hellen Plätzen mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen:
Dendrobium macrophyllum gehört zur Sektion Latouria und ist eine robuste, mittelgroße bis große Orchidee. Sie bildet kräftige, spindel- bis keulenförmig verdickte, gefurchte Pseudobulben aus, die am Scheitel 2 bis 4 große, ledrige, breit-elliptische Blätter tragen. Die aufrechten, vielblütigen Blütenstände entspringen den oberen Blattachseln. Die langlebigen, wachsartigen Blüten verströmen einen zarten Duft. Charakteristisch sind die im Durchmesser bis zu 5 cm großen Blüten, deren Außenseiten der Sepalen auffällig steifhaarig bis warzig strukturiert sind. Die Grundfarbe variiert von Grüngelb bis Cremeweiß, intensiv markiert mit purpurnen oder braunen Punkten und Streifen auf der Lippe.
In der Kultur ist diese Varietät aufgrund des weiten Höhenverbreitungsgebietes relativ anpassungsfähig und wird meist intermediär bis warm kultiviert. Als Vertreter der Sektion Latouria benötigt sie keine strikte, trockene Winterruhe. Die Pflanze sollte ganzjährig gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei das Substrat (mittlere Pinienrinde) zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen darf. Ein heller bis halbschattiger Standort, eine Luftfeuchtigkeit von über 70 % sowie eine kontinuierliche Luftbewegung sind für ein gesundes Wachstum essenziell.