Name: Lepanthes calodictyon Hook.
Synonyme: Stelis calodyction Spruce; Lepanthes calodictyon f. ivanoflava O.Gruss
Etymologie: Der Gattungsname Lepanthes ist aus den griechischen Wörtern lepis für „Schuppe“ und anthos für „Blüte“ gebildet und verweist auf die kleinen, schuppenartig wirkenden Blütenstrukturen. Das Artepitheton calodictyon bedeutet sinngemäß „schön genetzt“ und nimmt auf die auffällige netzartige Zeichnung der Blätter Bezug.
Erstbeschreibung: 1861 durch William Jackson Hooker im Botanical Magazine 87, Tafel 5259.
Herkunft/Verbreitung: Westliches Kolumbien bis westliches Ecuador.
Standort/Lebensraum: Eine epiphytische Miniaturorchidee aus feuchten tropischen Wäldern, wo sie auf bemoosten Zweigen und Stämmen wächst. Wir empfehlen helles, stets gefiltertes Licht, sehr hohe Luftfeuchtigkeit und eine sanfte, kontinuierliche Luftbewegung. Intermediäre bis warme Temperaturen von etwa 18–26 °C sind günstig; längere Hitzeperioden sollten nur bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit und guter Belüftung auftreten.
Beschreibung und Anmerkungen: Besonders charakteristisch sind die kleinen, rundlich bis breit elliptischen Blätter mit ihrer kontrastreichen, netzartigen Aderzeichnung. Die winzigen, fein gegliederten Blüten erscheinen nacheinander an kurzen Blütenständen und können bei guten Bedingungen mehrfach aus demselben Blütenstand folgen. Wir kultivieren die Art auf einer feuchtigkeitsspeichernden Unterlage oder in sehr feinem, luftigem Sphagnum. Die feinen Wurzeln dürfen niemals vollständig austrocknen, gleichzeitig ist stehende Nässe zu vermeiden. Alte Blütenstände sollten erst entfernt werden, wenn sie eindeutig vertrocknet sind.