Name: Epidendrum Cotacachi
Synonyme: Etymologie: Benannt nach dem bekannten Vulkan Cotacachi in Ecuador, dem Heimatland des Züchters.
Vermehrung: Aus Samen .
Erstbeschreibung / Registrierung: Registriert im Jahr 2023 von der ecuadorianischen Orchideengärtnerei Ecuagenerabei der RHS. Es handelt sich um eine spektakuläre Primärhybride aus Epidendrum medusae (syn. Nanodes medusae) × Epidendrum melanoporphyreum.
Herkunft / Verbreitung: Kulturhybride (die beiden Elternarten stammen ursprünglich aus den kühlen Andenregionen Ecuadors und Perus).
Standort / Habitat: Diese Hybride existiert nicht in der Natur. Sie bevorzugt jedoch Bedingungen, die denen ihrer außergewöhnlichen Elternarten entsprechen: kühle bis intermediäre Temperaturen, halbschattige Plätze und eine ganzjährig sehr hohe Luftfeuchtigkeit mit guter Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Epidendrum Cotacachi ist eine absolut außergewöhnliche Züchtung, da sie zwei der bizarrsten und begehrtesten Arten der Gattung vereint. Von Epidendrum medusae erbt sie den kompakten, hängenden Wuchs mit fleischigen, zweizeiligen, oft bläulich-grünen Blättern sowie die Tendenz zu einer spektakulär gefransten Lippe. Von Epidendrum melanoporphyreum bringt sie die extrem dunkle, fast schwarz-violette bzw. tief purpurne Blütenfarbe mit ein. Die wachsartigen Blüten sind sehr langlebig und von einer einzigartigen, fast dramatischen Textur.
In der Kultur benötigt diese Hybride aufgrund der genetischen Einflüsse beider Elternteile ein kühles bis maximal intermediäres Klima. Sie reagiert empfindlich auf anhaltende, heiße Sommertage und benötigt nachts eine spürbare Temperaturabsenkung. Wegen des tendenziell hängenden Wuchses kultiviert man sie am besten aufgebunden auf Kork/Holz oder in hängenden Körbchen. Das Substrat (Sphagnum-Moos oder feine Rinde) darf nie vollständig austrocknen, da die Pflanzen keine Pseudobulben besitzen, muss aber luftig genug sein, um die Wurzeln atmen zu lassen. Kalkfreies Wasser ist zwingend erforderlich.