Name: Zootrophion ximenae (Luer & Hirtz) Pfahl
Synonyme: Epibator ximenae Luer & Hirtz
Etymologie: ximenae = benannt zu Ehren von Ximena Hirtz, der ecuadorianischen Co-Sammlerin und Ehefrau des bekannten Botanikers und Orchideenentdeckers Alexander Hirtz.
Vermehrung: Samen; in Kultur durch die vorsichtige Teilung reifer Pflanzen (Abtrennen von Ramicauls mit Rhizomabschnitt).
Erstbeschreibung: Ursprünglich 2004 von Carlyle A. Luer und Alexander Hirtz als Epibator ximenae beschrieben; 2014 von Jay Charles Pfahl im Internet Orchid Species Photo Encyclopedia Nomenclatural Notes in die Gattung Zootrophion überführt.
Herkunft / Verbreitung: Ecuador (Provinz Carchi).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in kühlen bis temperierten Nebelwäldern der Anden in Höhenlagen von ca. 900 bis 1.500 Metern. Sie gedeiht an schattigen Standorten mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit und kontinuierlicher Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen: Zootrophion ximenae ist eine kleine bis mittelgroße Miniatur-Orchidee mit aufrechten Trieben (Ramicauls), die jeweils ein einzelnes, aufrecht stehendes, elliptisches Blatt tragen. Die Blüten erscheinen vorwiegend im Sommer und zeigen die gattungstypische „Fensterblüte“: Die fleischigen Sepalen sind an ihren Spitzen miteinander verwachsen und lassen nur schmale, seitliche Öffnungen frei, durch die Bestäuberinsekten ins Innere gelangen.
In der Kultur benötigt diese seltene Art schattige bis halbschattige Bedingungen im kühl-temperierten Bereich (ca. 12–22 °C). Da sie keine Pseudobulben besitzt, darf das Wurzelsystem niemals vollständig austrocknen. Ein feines, luftiges Substrat wie feines Moos (Sphagnum) oder feine Rinde in kleinen Töpfen ist ideal. Eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von über 75 % gepaart mit einer sanften, stetigen Luftzirkulation schützt die Pflanze vor Pilzerkrankungen und sorgt für ein gesundes Wachstum.