Name: Zootrophion dayanum 'Xanthium'
Synonyme: Etymologie: dayanum = zu Ehren von John Day (britischer Orchideensammler); 'Xanthium' = aus dem Griechischen xanthos (gelb), bezieht sich auf die reingelbe Farbform der Blüten im Gegensatz zur typisch gefleckten Stammart.
Vermehrung: Samen; in Kultur durch die einfache Teilung reifer, horstartiger Pflanzen (Abtrennen von Ramicauls mit Rhizomabschnitt).
Erstbeschreibung: Die Stammart wurde ursprünglich 1880 von Heinrich Gustav Reichenbach beschrieben; 'Xanthium' bezeichnet eine selektierte Farbvariante (Forma/Kultivar) dieser Art.
Herkunft / Verbreitung: Kolumbien, Ecuador und Peru.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in sehr feuchten, kühlen bis temperierten Nebelwäldern in Höhenlagen von ca. 1.200 bis 2.200 Metern. Sie gedeiht an stark schattigen Standorten mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit und kontinuierlicher Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen: Zootrophion dayanum 'Xanthium' ist eine ausdauernde, kompakte Miniatur-Orchidee, die dichte Horste bildet. Die aufrechten Ramicauls sind von röhrenförmigen, sich überlappenden Scheiden umhüllt und tragen jeweils ein einzelnes, breit-elliptisches, sehr lederartiges Blatt. Im Gegensatz zur purpurrot gefleckten Nominatform bringt die Variante 'Xanthium' einfarbig gelbe bis grüngelbe Blüten hervor. Die fleischigen Blüten zeigen die gattungstypische „Fensterblüte“: Die Sepalen sind an der Basis und den Spitzen verwachsen, sodass nur zwei seitliche Öffnungen für Bestäuber frei bleiben.
In der Kultur benötigt diese Hochland-Art schattige Plätze sowie durchgehend kühl-temperierte Bedingungen. Das Substrat (z. B. feines Moos oder feine Rindenmischung) darf niemals vollständig austrocknen. Eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit und eine gute Luftzirkulation sind essenziell, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Aufgrund der Empfindlichkeit der feinen Wurzeln ist kalkfreies Gießwasser zwingend erforderlich.