Name: Lepanthes confusa Ames & C.Schweinf.
Etymologie: confusa = verwirrt, verwirrend oder unklar (lateinisch); der Name bezieht sich auf die ursprüngliche taxonomische Verwirrung bei der Abgrenzung dieser Art von nah verwandten Taxa.
Erstbeschreibung: 1861 durch Oakes Ames und Charles Schweinfurth.
Herkunft / Verbreitung: Mittelamerika bis ins nördliche Südamerika (Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten Tiefland- und Bergregenwäldern in Höhenlagen von Meeresspiegelhöhe (0–100 m) bis etwa 700 m. Benötigt nach dem Ausflaschen halbschattige bis schattige Bedingungen (keine direkte Sonne), eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 75–85 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation bei warmen bis temperierten Temperaturen.
Beschreibung & Anmerkungen: Lepanthes confusa ist eine filigrane Miniatur-Orchidee mit aufrechten Ramicaulen und ledrigen, ovalen bis elliptischen Blättern, die oft eine charakteristische violette Tönung aufweisen. Die dicht aufeinanderfolgend erscheinenden, zarten Blüten zeigen ein faszinierendes Farbspiel aus rötlich-grünen bis gelben Sepalen und dunkelrot bis orange akzentuierten Petalen und Labellum. Aufgrund ihrer Herkunft aus warm-feuchten Neotropen eignet sich diese Art hervorragend für die Kultur in Vitrinen, Terrarien oder Flaschengärten.
In-vitro-Kultur: Sie erhalten eine Flasche mit 4 Jungpflanzen. Die Pflanzen sind in der Regel bereits groß genug zum Ausflaschen. Nach dem Öffnen das Nährmedium besonders vorsichtig mit lauwarmem Wasser von den sehr feinen Wurzeln entfernen und die Jungpflanzen auf feuchtes Sphagnum oder in ein sehr feines, luftiges und leicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat setzen. In den ersten Wochen empfehlen wir sehr hohe Luftfeuchtigkeit, warme bis intermediäre Bedingungen, geschütztes Licht und sanfte, kontinuierliche Luftbewegung. Konstant leicht feucht halten und vollständiges Austrocknen vermeiden.