Name: Gomesa colorata (N.E.Br.) M.W.Chase & N.H.Williams
Synonyme: Oncidium coloratum N.E.Br.
Etymologie: Gomesa (zu Ehren des portugiesischen Botanikers und Arztes Bernardino Antonio Gomes); colorata = gefärbt/bunt (lateinisch coloratus, bezieht sich auf die auffällig kontrasteich gefärbten Blütenelemente).
Erstbeschreibung: 1888 durch Nicholas Edward Brown (als Oncidium coloratum); 2009 von Mark W. Chase und Norris H. Williams in die Gattung Gomesa überführt.
Herkunft / Verbreitung: Südostbrasilien (Endemit des atlantischen Regenwaldes, Mata Atlântica).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten, schattigen Bergwäldern in Höhenlagen von ca. 500 bis 1200 Metern. Benötigt nach dem Ausflaschen temperierte bis warm-temperierte Bedingungen, halbschattige bis helle Lichtverhältnisse ohne direkte, pralle Sonne, eine Luftfeuchtigkeit von ca. 60–80 % sowie eine kontinuierliche, sanfte Luftzirkulation.
Beschreibung & Anmerkungen: Gomesa colorata ist eine bezaubernde, eher kleinwüchsige Orchideenart aus dem
Oncidium-Verwandtschaftskreis. Die Pflanze bildet kompakte Pseudobulben mit schlanken Blättern aus und bringt Bogentriebe mit zahlreichen Einzelblüten hervor. Die Blüten bestechen durch ein harmonisches Farbspiel aus gelblich-grünen bis zimtbraunen Sepalen und Petalen sowie einer kontrastreichen, oft rötlich-braun gezeichneten bis gelben Lippe. Die Art gilt als wüchsig und blühfreudig. Nach dem Ausflaschen entwickeln sich die Sämlinge gut in kleinen Töpfen mit feiner bis mittelgroßer Pinienrinde oder aufgebunden auf Kork mit einer feuchten Moosunterlage.