Name: Cymbidium floribundum Lindl.
Synonyme: Cymbidium pumilum Rolfe; Cymbidium illiberale Hayata; Cymbidium chawalongense C.L.Long, H.Li & Z.L.Dao
Etymologie: floribundum = reichblühend / vielblütig — verweist auf die hohe Anzahl an eng beieinanderstehenden Blüten pro Blütenstand.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1833 von John Lindley in The Genera and Species of Orchidaceous Plants (162).
Herkunft / Verbreitung: Südchina, Taiwan und Nordvietnam.
Standort / Habitat: Sowohl terrestrisch auf humusreichen Böden als auch lithophytisch an felsigen Abhängen oder epiphytisch in schattigen Schluchten. Die Art besiedelt primäre, immergrüne Laubwälder in Höhenlagen von ca. 400 bis 3.300 Metern. Sie gedeiht in kühlen bis kalt-temperierten Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Cymbidium floribundum ist eine kompakt wachsende Miniatur- bis mittelgroße Art. Sie bildet dichte Gruppen aus eiförmigen, grünen Pseudobulben, die von schmalen, riemenförmigen, lederartigen Blättern umgeben sind. Der aufrechte bis elegant überhängende Blütenstand ist relativ kurz, trägt jedoch dicht gedrängt 15 bis zu 50 kleine, wachsartige Blüten (ca. 3 bis 4 cm Durchmesser). Die Blütenfarbe variiert meist von einem rötlichen Braun bis hin zu olivgrünen Nuancen, kontrastiert von einer weißen, intensiv purpurrot gefleckten Lippe. Im Gegensatz zu vielen verwandten Arten sind die Blüten weitgehend geruchlos.
In der Kultur benötigt diese Hochland-Art kühl-temperierte Bedingungen. Um den Blütenansatz im Frühjahr zuverlässig zu induzieren, ist eine kühle Winterruhe (ca. 10–13 °C) mit einer spürbaren Nachtabsenkung zwingend notwendig. Während des sommerlichen Hauptwachstums benötigt sie reichlich Wasser, regelmäßige Düngergaben und einen halbschattigen Platz. Das Substrat sollte gut durchlässig, aber feuchtigkeitsretentiv sein (z. B. eine Rindenmischung mit Faser- oder Moosanteilen).