Name: Lycaste lata Rolfe
Synonyme: Ida lata (Rolfe) A.Ryan & Oakeley; Sudamerlycaste lata (Rolfe) Archila; Lycaste fowliei Oakeley
Etymologie: Der Gattungsname Lycaste bezieht sich auf Lykaste, eine Gestalt der griechischen Mythologie. Das lateinische Artepitheton lata bedeutet „breit“ und verweist auf die breite Ausbildung eines charakteristischen Pflanzenteils beziehungsweise der Blütenstruktur.
Erstbeschreibung: Robert Allen Rolfe veröffentlichte Lycaste lata 1910 im „Bulletin of Miscellaneous Information, Kew“. In aktueller Kew-Taxonomie wird die Art als Ida lata geführt.
Herkunft/Verbreitung: Südliches Ecuador bis Peru.
Standort/Lebensraum: Pseudobulböser Epiphyt feuchter tropischer Wälder der Andenregion. Die Art bevorzugt hohe Luftfeuchtigkeit, gefiltertes Licht und gute Luftbewegung. Für die Kultur empfehlen wir kühl-temperierte bis temperierte Bedingungen von etwa 15–23 °C am Tag und 9–15 °C in der Nacht. Längere Hitze und vollständiges Austrocknen sollten vermieden werden.
Beschreibung und Anmerkungen: Lycaste lata bildet kräftige Pseudobulben mit großen, gefalteten Blättern. Die Blüten entstehen an der Basis der Pseudobulben und besitzen die für die südamerikanischen Verwandten der ehemaligen Lycaste-Sektion Fimbriatae typische substanzreiche Form. Während des aktiven Wachstums regelmäßig mit möglichst weichem Wasser gießen und das Substrat gleichmäßig leicht feucht halten. Auch nach dem Ausreifen der Pseudobulben sollte die Pflanze nicht über längere Zeit vollständig austrocknen. Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 70–90 % bei guter Luftbewegung ist günstig. Wir empfehlen ein lockeres, luftiges und leicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat aus feiner bis mittelgrober Rinde mit etwas Sphagnum.