Name: Lepanthes clareae Luer & Hermans
Etymologie: Der Gattungsname Lepanthes leitet sich von den griechischen Wörtern lepis („Schuppe“) und anthos („Blüte“) ab und verweist auf die feinen, schuppenartig wirkenden Blütenstrukturen. Das Artepitheton clareae ehrt Clare Hermans.
Erstbeschreibung: 1995 von Carlyle A. Luer und Johan Hermans in The Orchid Review, Band 103, Seite 62.
Herkunft/Verbreitung: Costa Rica.
Standort/Lebensraum: Epiphytisch in feuchten tropischen Berg- und Eichenwäldern; die Typusaufsammlung stammt vom Cerro de la Muerte aus etwa 2.750 m Höhe. Die Art ist an kühle, sehr luftfeuchte Bedingungen angepasst. Wir empfehlen etwa 10–20 °C, schattiges bis mäßig helles Licht und eine sanfte, stetige Luftbewegung.
Beschreibung und Anmerkungen: Diese kleinbleibende bis mittelgroße Miniaturorchidee bildet schlanke Ramicaulen mit je einem schmal elliptischen Blatt. Die dichten, zweizeilig angeordneten Blütenstände können länger als das Blatt werden und bringen nacheinander kleine, fein strukturierte Blüten hervor. Die Färbung reicht von Gelb und Orange bis zu dunkleren Rottönen. Feines, luftiges und feuchtigkeitshaltendes Substrat oder Sphagnum eignet sich gut; die empfindlichen Wurzeln dürfen niemals vollständig austrocknen. Weiches Wasser, sehr hohe Luftfeuchtigkeit und gute Luftbewegung sind für eine dauerhaft gesunde Kultur besonders wichtig.