Name: Huperzia urbanii (Herter) Holub
Synonyme: Lycopodium urbanii Herter; Phlegmariurus urbanii (Herter) B.Øllg.; Urostachys urbanii (Herter) Herter ex Nessel
Etymologie: urbanii = zu Ehren von Ignatz Urban benannt, einem bekannten deutschen Botaniker, der sich intensiv mit der neotropischen Flora beschäftigte.
Herkunft / Verbreitung: Süd-Kolumbien, Ecuador und Peru.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in feuchten Berg- und Nebelwäldern der Andenregion. Diese Art wächst primär im feuchten tropischen Biom höherer Lagen, wo sie meist schattig bis halbschattig auf bemoosten Ästen bei konstant kühlem bis temperiertem Klima und extrem hoher Luftfeuchtigkeit gedeiht.
Beschreibung & Anmerkungen: Huperzia urbanii ist ein prähistorisch anmutender Bärlapp (oft auch als „Tassel Fern“ bezeichnet) mit gabelig verzweigten, elegant herabhängenden Trieben. Die dichten Quasten bestehen aus leuchtend hellgrünen, nadelartigen Blättern (Mikrophyllen), die den Trieben eine dichte, weiche Textur verleihen.
In der Kultur benötigt diese Hochland-Art kühl-temperierte Bedingungen (optimal ca. 13–22 °C) und verträgt anhaltende Sommerhitze nur schlecht. Eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (über 60–90 %) sowie eine stetige, sanfte Luftzirkulation sind für ein gesundes Wachstum zwingend notwendig. Das Substrat (z. B. lebendes Sphagnum-Moos oder ein sehr luftiger, grober Orchideenmix) muss gleichmäßig feucht gehalten werden und darf nie komplett austrocknen, da das feine, flache Wurzelsystem sehr empfindlich auf Trockenheit reagiert. Die Art eignet sich hervorragend für die Pflege in Hängekörben oder kühlen, feuchten Pflanzenvitrinen.