Name: Trichocentrum lanceanum (Lindl.) Rchb.f.
Synonyme: Oncidium lanceanum Lindl.; Lophiaris lanceana (Lindl.) Braem
Etymologie: lanceanum = zu Ehren von John Henry Lance, einem britischen Juristen und Pflanzensammler, der die Art in den 1830er Jahren in Suriname entdeckte.
Vermehrung: Aus Samen;
Erstbeschreibung: 1836 von John Lindley als Oncidium lanceanum; 1863 von Heinrich Gustav Reichenbach in die Gattung Trichocentrum überführt.
Herkunft / Verbreitung: Nördliches Südamerika (Suriname, Guyana, Französisch-Guayana, Venezuela, Kolumbien, Nordbrasilien) sowie Trinidad.
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in heißen, feuchten Tieflandregenwäldern in Höhenlagen von Meereshöhe bis ca. 500 m. Sie siedelt bevorzugt an den Stämmen und Starkästen großer Bäume im Halbschatten.
Beschreibung & Anmerkungen: Trichocentrum lanceanum gehört zur Gruppe der sogenannten „Eselsohr-Oncidien“. Sie besitzt keine sichtbaren Pseudobulben, sondern dicke, fleischige, ledrige Blätter, die oft mit feinen purpurbraunen Punkten gesprenkelt sind. Die Blütenstände tragen mehrere große, wachsartige und stark duftende Blüten. Diese haben gelblich-grüne Sepalen und Petalen mit dichten braunen Flecken sowie eine markante, meist violette bis purpurfarbene Lippe.
In der Kultur benötigt die Art warme bis heiße Temperaturen und viel Licht (jedoch keine direkte Mittagssonne). Da sie keine Pseudobulben als Wasserspeicher besitzt, sind die dicken Blätter und Wurzeln auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Eine Kultur aufgebunden auf Kork oder in Körben mit sehr grobem Substrat ist ideal, damit die Wurzeln nach dem Gießen schnell abtrocknen können. Während der Wachstumszeit sollte reichlich gegossen werden, im Winter ist eine leichte Ruhephase mit reduzierten Gaben einzuhalten.