Name: Stanhopea oculata (Lodd.) Lindl.
Synonyme (Auswahl historischer Bezeichnungen):
Ceratochilus oculatus Lodd.; Anguloa oculata Lodd.;
Stanhopea aurantia; S. aurea; S. bucephalus; S. cymbiformis;
S. guttata; S. lindleyana; S. lindleyi; S. minor;
S. purpusii; Stanhopea ornatissima;
sowie zahlreiche Varietäten von Stanhopea oculata.
Etymologie:
oculata = „mit Augen versehen“ — bezogen auf die markanten, augenähnlichen Zeichnungen auf den Sepalen und Petalen.
Vermehrung:
Samen; in Kultur durch Teilung kräftiger Pflanzen mit mindestens 3–4 Pseudobulben pro Teilstück.
Erstbeschreibung:
Zunächst von Conrad Loddiges beschrieben; 1832 von John Lindley in die Gattung Stanhopea überführt.
Herkunft / Verbreitung:
Südmexiko bis Mittelamerika (Guatemala, Belize, Honduras, Nicaragua).
Standort / Habitat:
Epiphytisch in feuchten bis sehr feuchten tropischen Wäldern, häufig in mittleren Höhenlagen zwischen etwa 600 und 1.600 m. Die Pflanzen wachsen meist in Astgabeln mit angesammeltem organischem Material. Charakteristisch sind hohe Luftfeuchtigkeit, ausgeprägte Luftbewegung und helles, jedoch gefiltertes Licht.
Beschreibung & Anmerkungen:
Stanhopea oculata ist eine kräftige, sympodial wachsende Art mit großen, gefalteten Blättern und deutlich ausgeprägten Pseudobulben. Die spektakulären Blüten erscheinen an nach unten wachsenden Infloreszenzen, die durch das Substrat hindurch austreten. Die creme- bis gelblich gefärbten Blüten zeigen charakteristische dunklere „Augen“-Zeichnungen und verströmen einen intensiven, süß-würzigen Duft.
Aufgrund der hängenden Blütenstände eignet sich die Art ausschließlich für Körbe oder sehr offene Gefäße. Während der Wachstumsphase benötigt sie reichlich Wasser und Nährstoffe; nach der Ausreifung der Bulben sollte die Wassergabe leicht reduziert werden, ohne die Pflanze vollständig austrocknen zu lassen.