Name: Tillandsia marnier-lapostollei Rauh
Synonyme:
Etymologie: marnier-lapostollei — benannt zu Ehren von Julien Marnier-Lapostolle, einem bedeutenden französischen Botaniker und Sammler. Vermehrung: Samen; Bildung von Kindeln an der Basis der Mutterpflanze nach der Blüte. Erstbeschreibung: 1973 durch Werner Rauh (die gültige Erstbeschreibung erfolgte in der Zeitschrift Tropische und Subtropische Pflanzenwelt).
Herkunft / Verbreitung: Süd-Ecuador
Standort / Habitat: Epilithisch (auf Felsen wachsend). Die Art besiedelt fast senkrechte, kalkhaltige Felswände in trockenen, tropischen Regionen in Höhenlagen um 500 m. Sie ist an extrem exponierte Standorte mit hoher Lichtintensität angepasst.
Beschreibung & Anmerkungen: Tillandsia marnier-lapostollei ist eine xerophytische Trichtertillandsie von beeindruckenden Ausmaßen. Die Rosette kann einen Durchmesser von über 1 m erreichen. Die Blätter sind schwertförmig, steif und durch eine dichte Schicht von silbrigen Saugschuppen (Trichomen) fast weiß wirkend. Der lockere, rispige Blütenstand trägt grüne bis gelbliche Brakteen und röhrenförmige, violette Blüten.
In der Kultur gilt sie als "Königin" der grauen Tillandsien, ist jedoch aufgrund ihrer Fäulnisanfälligkeit anspruchsvoll. Sie benötigt maximale Helligkeit und eine ständige Luftbewegung, um nach Wassergaben (Nebeln) rasch abzutrocknen. Staunässe in der Basis der Blätter führt unweigerlich zum Verlust der Pflanze.