Name: Bulbophyllum treschii Jenny
Synonyme:
Etymologie: treschii — benannt zu Ehren von Erwin Tresch, einem Schweizer Orchideenliebhaber und Entdecker der Art. Vermehrung: Samen; Teilung des Rhizoms (bevorzugt bei größeren Exemplaren mit mindestens 3–4 Pseudobulben pro Teilstück). Erstbeschreibung: 2012 durch den Schweizer Botaniker Rudolf Jenny in der Fachzeitschrift Operculina.
Herkunft / Verbreitung: Zentral-Vietnam (Provinz Quảng Nam).
Standort / Habitat: Epiphytisch wachsend in primären, feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von etwa 400 bis 800 m. Sie bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit und moderater Luftbewegung.
Beschreibung & Anmerkungen: Bulbophyllum treschii gehört zur Sektion Mastigion und ist eng verwandt mit dem bekannteren Bulbophyllum mastersianum. Die Pflanze zeichnet sich durch eiförmige Pseudobulben aus, die jeweils ein einzelnes, ledriges Blatt tragen. Die Infloreszenz ist eine Dolde (Umbel), an der sich mehrere spektakuläre Blüten kreisförmig anordnen.
Das markanteste Merkmal sind die verlängerten seitlichen Sepalen, die eine intensiv rötlich-braune bis purpurne Färbung aufweisen und oft fadenförmig auslaufen, was dem Blütenstand ein filigranes, fast tentakelartiges Aussehen verleiht. Die Lippe (Labellum) ist beweglich, wie für die Gattung typisch.
In der Kultur benötigt die Art temperierte Bedingungen, eine Luftfeuchtigkeit (60–80 %) und sollte nie vollständig austrocknen. Aufgrund des kriechenden Rhizomwachstums eignet sie sich hervorragend für die Kultur in flachen Schalen oder auf Kork- bzw. Rindenstücken mit einer Unterlage aus Sphagnum-Moos.