Name: Coelogyne fuliginosa var. brunnea (Lindl.) Pfitzer & Kraenzl.
Synonyme: Coelogyne brunnea Lindl.; Coelogyne fuscescens var. brunnea (Lindl.) Lindl.
Etymologie: fuliginosa = rußig/dunkel — bezieht sich auf die dunkle Lippenzeichnung; brunnea = braun — verweist auf die bräunliche Färbung der Blütenblätter.
Vermehrung: Aus Samen.
Erstbeschreibung: Die Varietät wurde ursprünglich 1848 von John Lindley als eigenständige Art (Coelogyne brunnea) beschrieben und später von Ernst Hugo Heinrich Pfitzer und Friedrich Wilhelm Ludwig Kraenzlin in den Rang einer Varietät von C. fuliginosaherabgestuft.
Herkunft / Verbreitung: Südostasien (Südchina, Thailand, Vietnam, Laos und Myanmar).
Standort / Habitat: Epiphytisch oder lithophytisch in feuchten, immergrünen Bergwäldern in Höhenlagen von ca. 600 bis 1.500 m. Sie wächst oft an moosigen Baumstämmen oder schattigen Felsen in Gebieten mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit.
Beschreibung & Anmerkungen: Diese Varietät zeichnet sich durch ihre charakteristischen, warmen braun-gelben bis lohfarbenen Sepalen und Petalen aus, die dunkler sind als bei der Typusart. Die Lippe ist oft auffällig geädert und weist die für die Sektion Fuliginosae typische Behaarung („Fransen“) auf. Die Pflanze wächst kriechend mit länglich-eiförmigen Pseudobulben, die in gewissen Abständen am Rhizom stehen und jeweils zwei ledrige Blätter tragen.
In der Kultur gilt sie als sehr wüchsig und anpassungsfähig. Sie bevorzugt temperierte bis warme Bedingungen und eine halbschattige Aufstellung. Da das Rhizom stark zum Wandern neigt, ist eine Kultur in flachen Schalen, Körben oder auf großen Rindenstücken ideal. Während der Wachstumsphase sollte das Substrat gleichmäßig feucht gehalten werden; im Winter ist die Wassergabe leicht zu reduzieren, wobei die Pseudobulben nie vollständig einschrumpfen sollten.