Name: Masdevallia veitchiana Rchb.f.
Synonyme: Masdevallia frogmore auct.
Etymologie: veitchiana = zu Ehren von Harry James Veitch, dem Leiter der berühmten Londoner Baumschule Veitch & Sons, die die Art im 19. Jahrhundert einführte.
Vermehrung: Aus Samen
Erstbeschreibung: 1868 von Heinrich Gustav Reichenbach in „The Gardeners' Chronicle“.
Herkunft / Verbreitung: Peru (Zentralanden, Region um Cusco und Machu Picchu).
Standort / Habitat: Meist terrestrisch oder lithophytisch auf steilen, grasbewachsenen und moosigen Hängen in Höhenlagen von 2000 bis 4000 m wachsend. Die Art ist ständig kühlen Winden, Nebel und hoher UV-Strahlung ausgesetzt.
Beschreibung & Anmerkungen: Masdevallia veitchiana, oft als „Königin der Masdevallien“ bezeichnet, ist eine der spektakulärsten Arten der Gattung. Sie besitzt aufrechte, ledrige Blätter ohne Pseudobulben. Die großen, leuchtend orangefarbenen Blüten sind mit mikroskopisch kleinen, violetten Haaren besetzt, was je nach Lichteinfall einen faszinierenden schillernden Effekt erzeugt.
In der Kultur gilt die Art als anspruchsvoll, da sie zwingend kühle bis kalte Temperaturen benötigt (besonders eine nächtliche Absenkung). Sie bevorzugt helles, aber indirektes Licht und eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit bei gleichzeitig sehr guter Luftzirkulation. Das Substrat (meist feine Rinde oder Sphagnum-Moos) muss stets feucht bleiben, da die Pflanze keine Speicherorgane besitzt und auf Austrocknung empfindlich reagiert.